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Verlag Traugott Bautz
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BODELSCHWINGH, Friedrich von, einer der Hauptvertreter der Inneren Mission, * 6.3. 1831 in Haus Mark bei Tecklenburg (Westfalen) als Sohn des Landrats Ernst v. B., † 2.4. 1910 in Bethel bei Bielefeld. - B. verlebte seine Kindheit und Schulzeit in Köln, Trier, Koblenz, Berlin und auf dem väterlichen Gut Velmede bei Unna. Er wollte das Bergfach studieren, fand aber keinen Gefallen daran und beschloß, Landwirt zu werden. Sommer 1849 studierte B. in Berlin Botanik und begann im September 1849 seine landwirtschaftliche Lehre auf der Domäne Kienitz im Oderbruch. April 1851 trat er als Einjährig-Freiwilliger beim Kaiser-Franz-Grenadierregiment in Berlin ein, zog sich aber bei einer Felddienstübung eine Lungen- und Rippenfellentzündung zu, die ihn für dauernd dienstuntauglich machte. April 1852 wurde B. in Pommern auf dem Gut Gramenz bei Neustettin landwirtschaftlicher Inspektor. Dort erreichte ihn im Sommer 1854 Gottes Ruf: »Ich hatte seit einiger Zeit die Gewohnheit, den Kindern, die mir beim Reinigen der großen Zuckerrübenfelder halfen, außer ihrem Lohn einen der kleinen Traktate zu geben, die entweder aus Stuttgart oder Straßburg oder auch aus Basel stammten. Viele Tausende dieser Traktate hatte ich schon verteilt; doch selbst gelesen hatte ich noch keinen. Eines Sonntagnachmittags aber fiel mein Blick auf einen dieser kleinen Kindertraktate. Er erzählte von einem armen Chinesenkind, das englische Soldaten während des bekannten Opiumkrieges der Engländer gegen China in Schutz genommen hatten. Um das arme Waisenkind zu retten, brachten es die Soldaten mit nach England. Hier nahmen sich christliche Freunde des armen Knaben an; er wurde treulich unterrichtet, kam zum kindlichen Glauben und wurde getauft. Dann aber erkrankte er an der Lunge und siechte langsam dahin. Er hatte aber beständig nur ein Verlangen, nämlich daß er seinen Landsleuten auch von dem Heiland sagen könnte, den er selbst gefunden hatte, und er sprach es einmal mit großem, heiligem Ernst aus: >>Was soll ich einmal am Tag des Gerichts sagen, wenn meine Brüder mich fragen würden, warum ich, obwohl ich den Weg des Heils gewußt, ihnen solchen nicht mitgeteilt hätte?<< In dem Augenblick, wo ich diese einfachen Worte las, war es plötzlich, als ob mir in bezug auf meinen Lebensberuf die Schuppen von den Augen fielen. Ich hatte bis dahin niemals auch nur einen leisen Gedanken in meinem Herzen gehabt, noch hatten es weder Vater noch Mutter, noch irgendein anderer Mensch mir je von fern nahegelegt, daß ich Pastor werden möchte. In diesem Augenblick aber wurde es mir so vollständig gewiß, daß mir Gott diesen Beruf geschenkt habe, daß auch kein leiser Zweifel von der Stunde an über mich kam, und ich konnte Gott mit Freudentränen dafür danken.« Noch durch ein anderes Erlebnis rief Gott B. in seinen Dienst: »Eines Tages hatte ich mich schon mit Tagesanbruch auf mein Pferd gesetzt, um in einem Nachbardorf Arbeiter für meine Ernte zu werben. Als ich damit fertig war, ritt ich hinüber nach dem kleinen Städtchen Bublitz, wo, wie ich wußte, eben ein Missionsfest gefeiert wurde. Die Feier neigte sich schon ihrem Ende. Ich band mein Pferd draußen an und trat, um doch noch einiges zu hören, in die Kirche ein. Ich merkte gleich, daß der Pastor den Text hatte: >>Die Ernte ist groß; aber der Arbeiter sind wenige. Bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende.<< Herzandringend schilderte er die Not hinsiechender, sterbender, verderbender Menschenseelen und des Herrn Jammer über sie, und zuletzt fragte er mit großem Ernst, ob denn unter der ganzen Gemeinde, unter allen, die im Gehorsam gegen den Befehl Christi um Arbeiter in seine Ernte bäten, nicht auch ein solcher wäre, der sich selbst für diesen Dienst stellen wollte. Da hieß es laut in mir: >>Ja, ja, ich will gern kommen.<< Fröhlich, ja, frohlockend jagte ich heimwärts.« B. verließ im Oktober 1854 Gramenz und ging nach Basel. Friedrich Joseph Josenhans nahm ihn aber nicht in das Missionsseminar auf, sondern riet ihm, sich zunächst als Student der Theologie an der Universität immatrikulieren zu lassen, damit sein plötzlicher Entschluß sich ausreifen könne. Seine theologische Prägung erhielt B. durch den Biblizisten Karl August Auberlen. Er nahm teil an den Missions- und Bibelstunden und den sonntäglichen Familienabenden im Missionshaus, auch am Unterricht der Missionsseminaristen. Im Sommer 1856 studierte B. in Erlangen und die beiden letzten Semester in Berlin. Auf der Barmer Festwoche im Herbst 1857 lernte er Pastor Louis Meyer aus Paris kennen, der ihm von der »Evangelischen Mission unter den Deutschen in Paris« erzählte und ihn bat, ihm nach seinem Examen zunächst für ein halbes Jahr zu helfen. B. erklärte sich dazu bereit, falls Meyer während seines Aufenthalts in Deutschland trotz ernsthafter Umschau keinen anderen Mitarbeiter finden würde. Im April 1858 bestand B. in Münster (Westfalen) die 1. theologische Prüfung und wurde Hilfsprediger in Paris. »Es war an einem schönen Frühlingsmorgen des Jahres 1858«, erzählt B., »wo zwei kleine Mädchen in hessischer Tracht im Alter von etwa sieben oder zehn Jahren den steilen Abhang des Montmartre hinaufstiegen. Sie kamen aus einer der Sackgassen, die sich an der Mauer des großen Kirchhofs von Montmartre befanden. Dort hatte ich sie tags zuvor bei meiner ersten Entdeckungsreise in Paris auf der Straße an ihrer deutschen Tracht erkannt. Da Vater und Mutter, zu denen sie mich führten, bitterlich klagten, daß ihre Kinder ohne Unterricht aufwüchsen, so hatte ich sie zu mir eingeladen. Inzwischen hatte ich das größere meiner beiden Zimmer zum Schulzimmer und zugleich zur Hauskapelle eingerichtet. In einer Nische der Wand hatte ich ein kleines Harmonium aufgestellt und darüber den bekannten schönen Holzschnitt von Gaber, Christus am Kreuz, gehängt. So ausgerüstet, erwartete ich meine ersten geladenen Gäste. Und richtig, zur bezeichneten Stunde klopfte es an die Tür, und die beiden kleinen Hessinnen traten herein. Es wird für mein ganzes Leben ein unvergeßlicher Augenblick sein, als ich nun zum erstenmal die zwei kleinen Mädchen die Hände falten ließ und Gott um seinen Segen bat. Es war mir vollauf so feierlich zumute, als sollte ich in einer großen Pfarrkirche vor Tausenden von Zuhörern meine Antrittspredigt halten, da ich nun anhob, den beiden Kindern unter Hinweisung auf das Bild von dem Mann mit der Dornenkrone zu erzählen, der um unserer Sünde willen an das Kreuz erhöht wurde. Der Eindruck meiner höchst ungeschickten kurzen Erzählung - denn ich hatte gar keine Übung, mit Kindern von den Geheimnissen des Kreuzes zu reden - war namentlich bei dem kleineren der beiden Mädchen so mächtig, daß ich selbst dadurch innerlich ganz ergriffen wurde. Mit einem unbeschreiblichen Ausdruck innigsten Mitleides schaute die Kleine aus ihren dunklen Augen bald auf das Bild, bald auf mich, und hin und wieder lief eine große Träne über ihre braunen Wangen.« B. sammelte die zerstreuten deutschen Straßenkehrer und Lumpensammler zu einer Gemeinde und sorgte für den Bau einer Schule und Kirche. Am 18.4. 1861 verheiratete er sich in Haus Heide bei Kamen mit seiner 26jährigen Base Ida, der Tochter des Finanzministers a. D. Karl v. B., die ihm bis zu ihrem Tode am 4.12. 1894 die treueste Gehilfin war. Mit Rücksicht auf die Kränklichkeit seiner Frau folgte B. Ende 1863 dem Ruf als Pfarrer nach Dellwig bei Unna und trat im Mai 1864 das neue Amt an. 1866 und 1870 zog er als Feldprediger auf die Schlachtfelder am Main und vor Metz. In den ersten Jahren in Dellwig verlebte B. eine glückliche Zeit mit seiner Gattin, die ihm zu dem Erstgeborenen noch drei Kinder schenkte. Doch dann kam das Leid: Gott nahm den Eltern vom 12.-25.1. 1869 ihre vier Kinder; sie starben an Keuchhusten und Lungenentzündung. B.s Trost aber war es: »Seitdem der allerdunkelste Weg, der je auf Erden beschritten worden ist, der Weg des Menschensohnes nach Golgatha, längst im allerhellsten Glanz der Liebe Gottes als ein Segens- und Friedensweg ohnegleichen strahlt, dürfen wir gewiß sein, daß unsere dunkelsten Wege noch einmal im hellsten Licht der Liebe Gottes strahlen werden.« Einem trauernden Vater sagte er später: »Damals, als unsere vier Kinder gestorben waren, merkte ich erst, wie hart Gott gegen Menschen sein kann, und darüber bin ich barmherzig geworden gegen andere.« In jener Leidensschule hat Gott B. zugerüstet für seine eigentliche Lebensarbeit, für den Dienst an einer Gemeinde der Elenden und Sterbenden: Anfang 1872 übernahm er die Leitung der 1867 bei Bielefeld gegründeten Anstalt für Epileptische, die aus dem kleinen Bauernhaus »Ebenezer« und dem eben erst begonnenen Neubau des Hauses »Bethel« bestand, und des 1869 in dem alten Marienstift an der Neustädter Kirche in Bielefeld eröffneten Diakonissenhauses, das Ende 1871 10 eingesegnete Schwestern und 17 Probeschwestern zählte. Durch den Neubau des Diakonissenhauses »Sarepta« verband B. räumlich die beiden Anstalten und baute sie im Lauf der Jahre aus zu der größten Anstalt der Inneren Mission, zu einer »Stadt der Barmherzigkeit«. Er war bemüht, den Kranken vor allem eine neue Heimat zu schaffen und sie in eine Lebensgemeinschaft einzugliedern, in der jede Kraft noch verwertet wird. In dem langgestreckten Tal erwarb oder legte er einen Bauernhof nach dem andern an, den ein Hausvater verwaltet. Dieser bildet mit seiner Frau und seinen Kindern und 40 bis 50 Kranken eine große Familie. Dem Hausvater stehen Diakone aus dem Brüderhaus »Nazareth« als Gehilfen zur Seite, die mit den Kranken in der Landwirtschaft arbeiten. Um den Kranken auch die Gelegenheit zu geben, ein Handwerk zu erlernen und auszuüben, schuf B. Werkstätten, die aus den kleinsten Anfängen in Keller- und Bodenräumen sich allmählich zu selbständigen Betrieben entwickelten. Auch für die Frauen, die man ebenfalls nach Altersstufen, Krankheitsgraden und Berufsarten einteilte und entsprechend unterbrachte, gab es mancherlei Verwendung, z. B. in Näh- und Flickstuben, in der Waschanstalt und Landwirtschaft oder auch zum Stricken und Kartoffelschälen. Vielen Kranken, die sonst kaum beschäftigt werden konnten, verschaffte B. Arbeit durch seinen Aufruf zum Sammeln von Brocken, die vielleicht noch in der Anstalt verwertet werden könnten. Da die Räume in der Kapelle von »Sarepta« schon lange nicht mehr ausreichten, baute B. nur mit den Gaben opferbereiter Liebe die Zionskirche als »eine geistliche Heimat für allerlei Kranke und Verlassene, denen es sonst auf Erden an einer Heimat gebricht«. Kronprinz Friedrich Wilhelm, der spätere Kaiser Friedrich III., B.s Jugendgespiele, legte am 16.7. 1883 den Grundstein der Kirche, und Prinz Albrecht von Preußen nahm an ihrer Einweihung am 26.11. 1884 teil, bei deren Nachfeier der Generalsuperintendent Gustav Nebe im Auftrag der Theologischen Fakultät Halle B. die Ernennungsurkunde zum Ehrendoktor überbrachte. - Damit die arbeits- und heimatlosen Männer vor den Gefahren des Vagabundierens bewahrt und nicht ein Opfer des Alkohols würden, gründete B. 1882 in Wilhelmsdorf (Senne), etwa zwei Wegstunden südlich von Bethel, die erste Arbeiterkolonie, 1899 als deren Filiale »Freistatt« im hannoverschen Wietingsmoor und 1909, eine Wegstunde davon entfernt, »Heimstatt«. Seine Losung war: »Arbeit statt Almosen«. Als Mitglied des Landtags setzte sich B. 1903-08 ein für die Arbeiter und seine »Brüder von der Landstraße«. Er kämpfte für die gesetzliche Regelung der Wandererfürsorge und erreichte nach langem Bemühen, daß das Wanderarbeitsstättengesetz angenommen wurde. Seit 1905 sammelte er die Arbeitswilligen und Jugendlichen aus dem Berliner Obdachlosenasyl in den Kolonien »Hoffnungstal«, »Gnadental« und »Lobetal« bei Bernau. - Um dem Arbeiter zu einem Eigenheim zu verhelfen, rief B. 1885 den »Verein Arbeiterheim« ins Leben und warb für ihn in Wort und Schrift. Er sann darüber nach, wie dem Arbeiter das Geld zum Bau einer Heimstätte beschafft werden könnte, und verhandelte, da er an die staatlichen Rentenbanken dachte, mit den verantwortlichen Männern und Behörden in Provinz und Staat. Schließlich erreichte er, daß 1907 der Ministerialerlaß über Zwergrentengüter erfolgte, wonach auch die sog. Zwergsiedlungen von nicht mehr als 1/2 Morgen Größe von den Rentenbanken beliehen wurden. - 1890 gründete B. das Kandidatenkonvikt, damit die brachliegenden Kräfte der Kandidaten während ihrer langen Wartezeit auf feste Anstellung nicht müßig blieben. Ihnen prägte er ein: »Wahre Diakonie ist es, die hohe Wissenschaft der Liebe zu lernen und das Examen demütigen Dienstes zu bestehen.« Vormittags arbeiteten die Kandidaten in der »blauen Schürze« auf den verschiedenen Stationen der Anstalt, während der Nachmittag ihrer besonderen Ausbildung auf den künftigen Beruf vorbehalten blieb. - Im Sommer 1897 verlebte B. mit Adolf Schlatter einige Ferientage in Braunlage (Harz) und schloß mit ihm eine Arbeitsgemeinschaft, deren erste Frucht die »Theologische Woche« in Bethel war, die im August 1898 zum erstenmal abgehalten wurde. - Als in den Bekenntniskämpfen der neunziger Jahre die Entrüstung über den Unglauben in der Kirche und auf den theologischen Lehrstühlen sich in lauten Worten entlud, dachte B., daß »Helfen besser als Schelten« sei: er erwog den Plan, in Herford, im Herzen des Ravensberger Landes, eine freie theologische Akademie ins Leben zu rufen. B. legte seine Gedanken 1895 in einem Aufsatz dar, konnte aber seinen Plan nicht verwirklichen, weil der Widerstand von allen Seiten zu stark, der Widerhall in der Gemeinde jedoch nur gering war. Später griff er den Plan wieder auf und eröffnete im Herbst 1905 mit elf Studenten und den Dozenten Samuel Jäger und Walter Kähler die »Theologische Schule«, deren Aufgabe es sein sollte, in das Bibelstudium einzuführen und durch methodische Anleitung zu wissenschaftlicher Arbeit einen gesunden Übergang vom Gymnasium zur Universität zu schaffen. - Zu der 1886 in Berlin gegründeten Deutsch-Ostafrikanischen Missionsgesellschaft trat B. dadurch in besondere Beziehungen, daß er auf dringendes Bitten Diakonen und Diakonissen nach Ostafrika sandte, auch Theologen aus dem Kandidatenkonvikt, u. a. Wohlrab und Ernst Johanssen, die im Frühjahr 1891 auszogen und die Pioniere der Mission in dem Bergland Usambara wurden. B. arbeitete eifrig mit im Vorstand der Deutsch-Ostafrikanischen Missionsgesellschaft, die am 1.10. 1906 von Berlin nach Bethel verlegt wurde. In seiner Liebe zur Mission war B. von dem Gedanken beseelt: »Ein jeder Tag, wo wir die Heiden auf das Evangelium warten lassen, ist eine Verlängerung ihrer Qualen, wenn sie es auch nicht sagen und wissen. - Nicht so langsam, sie sterben sonst darüber!« - In rastlosem Dienst barmherziger Liebe wirkte »Vater« B. bis zuletzt, getreu dem Pauluswort, das der Leitspruch seines Lebens war und auf seinem Grabstein steht: »Nachdem uns Barmherzigkeit widerfahren ist, werden wir nicht müde« (2. Kor. 4, 1).
Werke: Was kann die freie christl. Liebestätigkeit z. Abhilfe des Wohnungselends in den großen Städten tun?, 1888; Meinen lieben Brüdern v. der Landstraße, in: Neue Christoterpe, 1902; Wie kämpfen wir siegreich gg. die Jesuitengefahr?, 1903 (Wiederabdr. im Jb. der Theol. Schule Bethel, 1935, 113 ff.); Erinnerungen aus meinem Leben, in: Mbl. Beth-El, 1909-11; Von dem Leben u. Sterben vier seliger Kinder, 195727; viele Erzz. im »Boten von Bethel« u. in »Aus der Schmelzhütte«; Um den Menschen der Arbeit. Eine Rede F. v. B.s, in: Zeugnis u. Zeichen. Reden, Briefe, Dokumente, hrsg. v. Friedrich Kantzenbach, 1964, 72 ff.
Briefe: 50 Briefe an Schwestern, bearb. v. Karl Bode, 1936; Weihnachtsbriefe, hrsg. v. dems., aus den J. 1872-85, 1935, aus den J. 1887-98, 1938; V. B.s Ilsenburger Briefe, in: Jb. der Theol. Schule VII, 1936, 127 ff.; Briefwechsel, ausgew. u. hrsg. v. Alfred Adam, 1. Von 1852-1860, 1966; II. Von 1860-1883, 1966; III. Von 1883-1888, 1967; IV. Von 1888-1889, 1968; V. Von 1890-91, 1969; VI. Von 1891-93, 1969. - Ausgew. Schrr., hrsg. v. deme., 1: Veröff. aus den J. 1858-71, 1955; II: Veröff. aus den J. 1872-1910, 1964.
Lit.: Ernst Bunke, Vater B. Bll. der Erinnerung, 1910; - Fr. Engel, Pastor D. Dr F. v. B. Gesch. seines Lebens u. Wirkens, 1910; - Eitel-Friedrich v. Rabenau, B. als Erzieher, 1922; - Ders., B. u. die Gegenw., 1932; - Gustav v. Bodelschwingh (Sohn), F. v. B. Ein Lb., 1922 (196613; gekürzt in der Fischer-Bücherei 99, 1955); - Fritz v. Bodelschwingh (Sohn), F. v. B. Ein Blick in sein Leben, 1924 (195517); - Fr. v. Klocke, F. v. B.s Ahnen, in: Westf. Adelsbl. IV, 1927, 257 ff.; - Rudolf Burckhardt, Vater B. Erinnerungen an sein Leben u. Wirken, St. Gallen 1927; - Ders., Vater B.s »Loblieder«. Blicke in sein Lebenswerk, 1931; - Walther Trittelvitz, Nicht so langsam! Missionserinnerungen an Vater B., 1929; - Ders., B. als Missionsmann, in: Die dt. ev. Weltmission, hrsg. v. Julios Richter, 1939, 265 ff.; - Anna Katterfeld, Die Stadt der Barmherzigkeit. Bilder aus Vater B.s Leben u. Lebenswerk, 1930; - Friedrich Mahling, F. v. B. u. seine Bedeutung in der Gesch. der Inneren Mission, in: Die Innere Mission im ev. Dtld. 26, 1931, 65 ff.; - Wilhelm Brandt, Stud. F. v. B.s, in: Jb. der Theol. Schule Bethel II, 1931, 98 ff.; -Ders., F. v. B., in: Rhein.-Westf. Wirtschaftsbiogrr. I, 1932, 449 ff.; - Ders., F. v. B., 1933 (19554); - Gerhard Jasper, Vater B.s Bedeutung f. die Bethelmission, in: EMM NF 75, 1931,65 ff.; - Ders., Vater B. als Seelsorger seiner Missionare, in: PBl 84, 1941/42, 382 ff.; - Ders., Vater B. als Seelsorger seiner Schwestern, in: Die Innere Mission 50, 1960, 65 ff.; - Ders., Vater B. u. Bethel, in: Der ev. Erzieher 12, 1960, Nr. 2, 6 ff.; - Ders., F. v. B. Der Vater Bethels, in: Menschen vor Gott, hrsg. v. Alfred Ringwald, III, 1963, 196 f.; - Friedrich Rittelmeyer, F. v. 8. u. Friedrich Naumann, in: Die Christengemeinschaft 12, 1935, 23 ff.; - Ernst Senf, F. v. B. Ein Lb. f. unsere Zeit, 1936 (19616); - Georg Merz, F. v. B., in: Die Großen Deutschen IV, 1936, 164 ff.; - Ders., Vater B.s Anteil an der Theol. seiner Zeit, in: Jb. der Theol. Schule Bethel IX, 1938, 37 ff.; - Tim Klein, Lebendige Zeugen. Dt. Gestalten im Gefolge Christi, 1938, 266 ff.; - Artur Dehmel, Vater B. als Seelsorger in seinen Briefen an Schwestern, in: Pastoraltheol. 34, 1938, 347 ff.; - Lethaus, Verborgener Reichtum in Vater B.s »Schwestern«- u. »Weihnachtsbriefen«, in: Die Diakonisse 14, 1939, 146 ff.; - Elly Heuß-Knapp, Vater B., in: Der Pfarrerspiegel, hrsg. v. Siegbert Stehmann, 1940, 342 ff.; - Johannes Kühne, F. v. B. d. lt., 1941 (19492); - Theodor Heuß, F. v. B., in: Ders., Dt. Gestalten. Stud. z. 19. Jh., 1947, 257 ff. (als Sondersuag. Bethel 19699); - Kurt Ronicke, Vater B., ein Zeuge Jesu f. Ostafrika, 19492 (19563); -Gustav Dietrich, Vater B. Erlebtes u. Erlauschtes, 1950 (19522); -Martin Gerhardt, Vom Werden eines großen Seelsorgers. Zum 40. Todestag F. v. B.s, in: Der Weg z. Seele 2, 1950, H. 4, 1 ff.; - Ders., F. v. B. Ein Lb. aus der dt. KG. I: Werden u. Reifen, 1950; II/1, 1952; II/2: Das Werk, fortgef. v. Alfred Adam, 1958; - Johannes Engelke, F. v. B., in: Christenlehre, 1951, 79 ff.; - Maria Veronika Rubatscher, Begegnung mit F. v. B., in: Begegnung. Zschr. f. Kultur u. Geistesleben 7, 1952, 18 ff.; -Dies., Genie der Liebe - B., 1954; - Julius Roeßle, F. v. B. Der Vater der Kranken u. Elenden in Bethel, 1953; - Martin Haug, Die einen guten Kampf gekämpft. Lb. dt. Männer, 1953, 31 ff.; - Kurt Pergande, Der Einsame v. Bethel. Die Gesch. des Pastors B. u. seines großen Werkes, 1953 (19625; Siebensterntaschenbuch 65/66. 1966); - Vom bibl. Wort z. theol. Erkenntnis. Hermann Cremers Briefe an Adolf Schlatter u. F. v. B. (1893-1903). Eingel. u. hrsg. v. Robert Stupperich, 1954; - Jörg Erb, Die Wolke der Zeugen II, 1954, 460 ff.; - Alfred Adam, F. v. B. d. Ä. nach seiner sozialen Wirksamkeit, in: Ev. Sozialreformer des 19. Jh.s, 1956, 49 ff.; - Hanns Lilje, F. v. B., in: Die Großen Deutschen III, 1956, 386 ff.; - Heinrich Geissler, Der ganz andere Weg. F. v. B. (Claudius-Lesehh. 4), 1958; - Friedrich Hauß, Väter der Christenheit III, 1959, 131 ff.; - Gerhard Morgenroth, Das Bild eines Menschen. F. v. B., in: Sozialpäd. 1, 1959, 209 ff.; - Karl Kupisch, Das war B.! Zu seinem 50. Todestag, in: Zeichen der Zeit 14, 1960, 131 ff.; - Ders., F. v. B. zu seinem 50. Todestag, in: Kirche in der Zeit 15, 1960, 114 ff.; - Vater B. u. die Kinder, 19617; - Georg Müller, F. v. B. u. das Sedanfest, in: Gesch. in Wiss. u. Unterricht 14, 1963, 77 ff.; - August Kracht, F. v. B., 1964; - Hartmut Lehmann, F. v. B. u. das Sedanfest. Ein Btr. z. nationalen Denken der polit. aktiven Richtung im dt. Pietismus des 19. Jh.s, in: HZ 202, 1966, 542 ff.; - Ders., B. u. Bismarck. Christl-konservative Sozialpolitik im Kaiserreich, ebd. 208, 1969, 607 ff.; - Winfried Rorarlus, Ein ev. Franziskus. Leben u. Werk F. v. B.s, in: Zeitwende 38, 1967, 460 ff.; - Bernhard Gramlich, B., Bethel u. die Barmherzigkeit, 1967; - Gisbert Kranz, F. v. B. Ein ev. Hl., in: Begegnung. Zschr. f. Kultur u. Geistesleben 24, 1969, 68 ff.; - NDB II, 352; - RE XXIII, 232 ff.; - EKL I, 540 ff.; - RGG I, 1335 f.; - EKL 188 f.; - LThK II, 552; - WKL 168 f.; - StL II, 19586, 72 ff.; - Wilhelm Kosch, Biogr. Staatshdb. I, 1963, 131.
Friedrich Wilhelm Bautz
Literaturergänzung:
1999
Matthias Benad, Seelenführung u. charismat. Herrschaft bei F.v.B. dem Älteren, in: Annäherungen an das Heilige. Stuttgart 1999, S. 11-22; -
2005
Hans-Walter Schmuhl, Friedrich von Bodelschwingh. Reinbek bei Hamburg 2005; - Reinhard Ellsel, Gott liebt jeden Menschen. F.v.B., Vater von Bethel. Norderstedt 2005; -
2008
Matthias Benad, F.v.B. (1831-1910). Eine biograph. Skizze, in: JRP 24.2008, S. 196-203; -
2009
Elisabeth Stiefel, Kleine Chronik großer Paare. Aus d. Leben von Ida u. Friedrich von Bodelschwingh, Anna Rebekka und Matthias Claudius, Coretta Scott King und Martin Luther King, Hanni Stein und Jochen Klepper, Joy Davidman und C.S. Lewis und abderen. Marburg 2009; -
2010
Hans-Walter Schmuhl, Der weiße Revolutionär. F.v.B.: Wegbereiter e. Moderne mit menschl. Antlitz, in: Zeitzeichen 11.2010,3, S. 57-59; - An der Pforte d. Himmels. F.v.B. 1831 - 1910. Hrsg. von Ulrich Pohl. Altenstadt/Hessen 2010; - Manfred Hellmann, "Es geht kein Mensch über die Erde, den Gott nicht liebt". Das Leben F.v.B.s d.Ä. Holzgerlingen 2010.
Letzte Änderung: 03.06.2010