EOBA (Eaba), angelsächsischer Mitarbeiter des Wynfrith Bonifatius, Heiliger, † 5.6. 754 bei Dokkum am Dollart. - Der Priester E. war 735 des Bonifatius Briefbote nach England und im Frühjahr 753 sein Begleiter nach Friesland. Er wirkte als Chorbischof (Weihbischof) in der Friesenmission und war seit 753 Diözesanbischof von Utrecht. Im Frühjahr 754 drang Bonifatius mit seinen Gefährten, darunter auch E., von Utrecht aus immer tiefer in das Heidenland vor. Das Evangelium fand aufnahmewillige Herzen. Am Mittwoch vor Pfingsten sollte die Firmung der Neubekehrten stattfinden. In der Morgenfrühe dieses Tages wurde Bonifatius von einer heidnischen Schar überfallen. Er verbot seinen Gefährten jede Gegenwehr und wurde mit ihnen erschlagen. E.s Gebeine gelangten über Utrecht nach Fulda und von dort nach Erfurt. Er wird als Heiliger verehrt. Sein Fest war ursprünglich der 5. Juni, wurde später der 26. Juli und ist heute der 7. Juli.
Lit.: Heinrich Hahn, Bonifaz u. Lul, 1883, 130 f. 235; - Vitae S. Bonifatii archiepiscopi Moguntini, hrsg. v. Wilhelm Levison, in: MG SS rer. Germ., 1905, 47 ff. (übers. v. Michael Tangl, 1920); - Bonifatii et Lulli epistolae, hrsg. v. Michael Tangl, in: MG Epp I, 1916, 59 ff. 234 ff.; - Hans v. Schubert, Gesch. der christl. Kirche im Früh-MA, 1921, 299 ff.; - Franz Flaskamp, Das hess. Missionswerk des hl. Bonifatius, 19262, 81 ff.; - Ders., Wilbrord-Clemens u. Wynfrith-Bonifatius, in: Sankt Bonifatius. Gedenkg. z. 1200. Todestag, 1954, 157 ff.; - William Levison, England and the Continent in the Eighth Century, Oxford 1946; - Theodor Schieffer, Winfrid-Bonifatius u. die christl. Grundlegung Europas, 1954, 167 ff. 254. 272 f.; - C. van de Kieft, Bonifacius en het bisdom Utrecht, in: Tijdschrift voor Geschiedenis 74, 1961, 42 ff.; - Bibliotheca Sanctorum IV, Rom 1964, 1249 f.; - AS Junii I, 452 ff.; - Torsy 139; - Zimmermann II, 78 ff. 283 f.; - Braun, TA 223 f.; - DHGE XV, 516; - LThK III, 913; - NCE V, 453; - RGG II, 517.