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Verlag Traugott Bautz
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KÄHLER, Martin (Karl M. August), Theologe, * 6.1. 1835 in Neuhausen b. Königsberg, † 7.9. 1912 in Freudenstadt im Schwarzwald. Der Vater, August K. war Oberkonsistorialrat. K. besuchte die Gymnasien Elbing u. Königsberg. Der vom zweiten Lebensjahr an kränkliche M.K. studierte zunächst Jura in Königsberg. Eine schwere Typhuserkrankung brachte ihn zum Erschrecken über seine bisherige Gleichgültigkeit in geistlichen Fragen. Obwohl schon vorher äußerlich gesehen im christlichen Glauben erzogen, begann er erst jetzt im eigentlichen Sinn Bibel zu lesen und zu beten und kam zum Glauben. Diese Kehrtwendung in seinem Leben führte ihn auch zu einem Studienwechsel zur Theologie, die er in Königsberg, Heidelberg, Halle und Tübingen studierte. Seine eigentliche theologische Prägung gewann er in der Begegnung und engen Verbindung mit Friedrich August Tholuck in Halle. Von Bedeutung war für ihn ferner Julius Müller, Richard Rothe und in Tübingen Johann Tobias Beck und später Hermann Cremer, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. 1860 promovierte er mit der Dissertation »De conscientia« in Halle, habilitierte sich dort sofort und begann seine Lehrtätigkeit als Privatdozent. 1864 wurde er a.o. Prof. in Bonn und 1867 in Halle. Bis 1879 war er zugleich Inspektor des neugegründeten Schlesischen Konvikts. Seit April 1879 ord. Prof. f. syst. Theologie u. Neues Testament bis zu seinem Tode 1912. Er rechnet sich selbst der Biblischen Theologie zu. Die rein historische Erforschung der Bibel und Geschichte der Kirche ist für ihn unzureichend, sondern die Bibel muß selbst von ihrer Gesamtheit her im einzelnen zu Wort kommen. In seinem theologisch wirksamsten Werk, dem Vortrag »Der sogannte historische Jesus und der geschichtliche, biblische Christus«, versucht er sein leidenschaftliches Thema der Zuverlässigkeit des christlichen Glaubensgrundes im Raum der relativen Geschichte zu bestimmen. Die Suche nach dem »historischen Jesus« ist für ihn aufzugeben zugunsten des biblischen Christus. Theologie ist für ihn keine für sich allein bestehende Wissenschaft. Sie erfaßt zutiefst das Christsein des Theologen. Eben durch seine Existenz hat sich seine Dogmatik zu verifizieren. K. hat erst relativ spät theologische Wirksamkeit erlangt, dann aber nachhaltig, beginnend mit seiner ord. Professur 1879. Die Hörerzahl wuchs schlagartig an. Zu seinen Schülern zählen J. Schniewind, K. Heim, W. Lütgert, R. Hermann und H.E. Weber. Systematisch-theologisch gesehen ist sein vollständigstes Werk: »Die Wissenschaft der christlichen Lehre von dem evangelischen Grundartikel aus...« Doch bedeutender ist die reifere Schrift: »Zur Lehre von der Versöhnung«. Er schließt sich damit der Linie Paulus, Anselm, Luther an, wonach Jesus gelebt hat, um am Kreuz zu sterben, für uns zur Sünde gemacht, um uns mit Gott zu versöhnen. Mit dem Begriff »Übergeschichte« versucht er das geschichtlich nicht erfaßbare Geschehen darzustellen, daß Gott unvergleichbar handelnd in die Geschichte eingeht, ohne in ihr aufzugehen. Lütgert hat seine Theologie als die reifste Frucht der Erweckungsbewegung bezeichnet. Dies ist sicher insofern richtig, als er glaubenstärkend und glaubenweckend tätig sein wollte. Für ihn war das aber nicht mit einem Rückzug in kirchliche Selbstbeschäftigung verbunden, sondern er hat als seinen eigentlichen Ansprechpartner den Agnostiker verstanden und nicht nur die Kirche, sondern die Mission über sie hinaus in die Völkerwelt im Blick gehabt. Der Grund für ein zerbrochenes Gottesverhältnis liegt für K. nicht in der ratio, wovon seine theologischen Kollegen meist implizit ausgingen, sondern darin, daß der Mensch Gottes Willen nicht tun will. Von hierher bekommt die theologische Ethik auch eine glaubenbegründende und -weckende Funktion, insbesondere durch das Scheitern der Ethik des Menschen, der auf die Versöhnung mit Gott meint verzichten zu können. Eine besondere Nachwirkung hatte seine Theologie darin, daß sie im Kirchenkampf des Dritten Reiches von der Bekennenden Kirche dankbar rezipiert worden ist. Die ältere Generation der Verantwortlichen an der Bekenntnissynode in Barmen 1934 waren fast durchweg Schüler M.K.s. Darüber hinaus ist es mit sein Verdienst, die Bibel nicht auf ein bloßes Glaubenszeugnis reduzieren zu lassen, sondern zu sehen, daß sie Gültigkeit beansprucht und zur glaubenden Nachfolge auffordert.
Werke: Über die gesellschaftl. u. kirchl. Zustände Algiers, in: Deutsche Zeitschrift 1859, Nr. 2-5; Sententiarum quae de conscientia ediderint theologi per ecclesiae secula florentes brevis enarratio (Diss. Halle), 1860; Paulus, der Jünger u. Bote Jesu von Nazareth. Ein Lebens- u. Charakterbild, 1862; Die schriftgemäße Lehre vom Gewissen, 1864; - Der Protestantentag u. die evang. Kirche (anonym), in: Allgemeine Kirchenzeitung (Darmstadt) 1864, Nr. 9-12; Schenkel, Charakterbild, besprochen, in: Theolog. Studien und Kritiken, 1866, 53-86; Bernhard Weiß, biblische Theologie, besprochen, in: Theolog. Studien und Kritiken, 1870, 576-607; Die Oktoberversammlung (anonym), Gotha 1872; Die starken Wurzeln unserer Kraft. Betrachtungen über die Begründung des Deutschen Kaiserreiches u. seine erste Krise, in: Deutsche Blätter, 1872, 140-162, 284-314, 429-466, u. erneuert separat Gotha 1872; Die Reden des Petrus in der Apostelgeschichte, sprachl. untersucht, in: Theolog. Studien u. Kritiken, 1873, 492-536; Römer 2, 14-16, in: Theolog. Studien u. Kritiken, 1874, 261-306; D. Aug. Tholuck, geb. den 30. März 1799, heimgeg. den 10. Juni 1877. Ein Lebensabriß, Halle 1877; Julius Müller, der Hallische Dogmatiker. Gest. 27. Sept. 1878, Halle 1878; Das Gewissen, 1878, Nachdr. 1967; Lobstein, die Ethik Calvins, besprochen, in: Theolog. Literaturzeitung 1878, 295-297; Reden im student. Missionsverein zu Halle gehalten (mit G. Warneck), 1878; Die Stellung der Kirche zu der modernen Theologie auf Katheder und Kanzel, in: Kirchl. Monatsschrift Heft 1 u. 2; Die Wissenschaft der christlichen Lehre, von dem evangel. Grundartikel aus im Abrisse dargestellt, 1883, 19053, Nachdr. 1966; Das schriftgemäße Bekenntnis zum Geiste Christi, in: Kirchl. Monatsschrift, 1884, 161-193; Der Brief des Paulus an die Galater in genauer Wiedergabe seines Gedankenganges dargestellt u. übersichtlich erörtert. Osterprogramm der Univ. Halle, 1884; Neutestamentliche Schriften in genauer Wiedergabe ihres Gedankenganges, I. Hebräerbrief 1880, II. Galaterbrief 1884, III. Epheserbrief 1890; Die Versöhnung durch Christum in ihrer Bedeutung für das christl. Glauben u. Leben. Erläuterung zu Thesen, 1885, 19072; - Pilgerfahrt einer christlichen Seele in Wort und Bild. Zum 1. Jan. 1886, Halle 1886; Zum Gedächtnis Friedrichs III., Deutschen Kaisers u. Königs von Preußen. Rede. Halle 1888; Das Bittgebet, in: Kirchl. Monatsschrift, 1889, 81-112; Die Universitäten u. das öffentliche Leben. Zur Verständigung über die Aufgaben des akadem. Unterrichts, Halle 1890; Die Universitäten u. das öffentliche Leben. Über die Aufgabe des akadem. Unterrichts u. seine zweckmäßigere Gestaltung, Leipzig 1891; Gründung u. Andacht, in: Geschichte des Schlesischen Konviktes, 1891; Wie studiert man Theologie im 1. Semester? Briefe an einen Anfänger, Leipzig 1891; Der sogenannte hist. Jesus u. der geschichtl., biblische Christus. Vortrag, Leipzig 1892, 18962, 19694; A.H. Francke als Universitätslehrer, in: Knuth, A.H. Francke, Halle 1892, 42-54; Der Menschensohn u. seine Sendung an die Menschheit. Vortrag, in: Allg. Missions-Zeitschrift, 1893, 149-178; Der Menschensohn u. seine Sendung an die Menschheit. separat, Gütersloh 1893; Systematische Theologie, in: Die deutschen Universitäten, hrsg. von W. Lexis, 1. Bd., 1893, 207-216; Der lebendige Gott. Fragen u. Antworten von Herz zu Herz, 1894; Am grünen Donnerstag, in: Gütersloher Jahrbuch 1894/95, 1-27; Unser Streit um die Bibel. Vorläufiges zur Verständigung u. Beruhigung für »Bibelverehrer« von einem der ihrigen. 1. u. 2. Aufl., Leipzig 1895; Jesus u. das Alte Testament. Erläuterungen zu Thesen. 1. u. 2. Aufl. Leipzig 1896; Dogmatische Zeitfragen. I: Alte u. neue Ausführungen zur Wissenschaft der christl. Lehre, 1898; Zur Bibelfrage. Dogmatische Zeitfragen I. Verm. Aufl. 19072, Nachdr. 1937, Neuaufl. in: Aufsätze zur Bibelfrage. Hg. v. E. Kähler, 1967; II1: Zur Lehre von der Versöhnung, 1898, Nachdr. 1937; II2: Angewandte Dogmen, 1908; III: Zeit und Ewigkeit (postum) 1913; Das Wort Versöhnung im Sprachgebrauch der kirchl. Lehre. Osterprogramm der Univ. Halle 1897, Leipzig 1898; August Tholucks Gedächtnis, gefeiert im 100. Jahre seiner Geburt von der theolog. Fakultät zu Halle, Leipzig 1899; Die Bedeutung der Mission, 1899; Die Gedächtnisfeier für Herrn Pastor D. Hoffmann, weil. Pastor zu St. Laurentii (mit Hans Meinhof), 1899; Mittelstraße 10. Erinnerungen an August u. Mathilde Tholuck im 100. Jahre nach seiner Geburt, 1899; Pastor D. Heinrich Hoffmann, sein Leben, sein Wirken, seine Predigt (mit Herm. Hering), 1900; August Tholuck, in: Der Protestantismus am Ende des 19. Jhds., hrsg. von Karl Werckshagen, 1901; Wiedergeboren durch die Auferstehung Jesu Christi. Osterbetrachtungen, 1901; dass. in dän. Übersetzung von Paasketanker, 1902; Gehört Jesus in das Evangelium? Leipzig 1901; Die Herrlichkeit Jesu. Vortrag, 1902; Die Gottheit Christi, in: Die Eisenacher Konferenz, 1902, 103-115; Geschichte der Bibel. Programm d. Univ. Halle, 1902; Das Offenbarungsansehen der Bibel. Erläuterte Thesen, 1903; Die Sakramente als Gnadenmittel. Besteht ihre evang. Schätzung noch zu Recht? Leipzig 1903; Der gegenwärtige Stand der Theologie. Vortrag, geh. auf d. Eisenacher Konferenz am 10. VI. 1903, Berlin 1904; Der Verkehr mit Christo in seiner Bedeutung für das eigene Leben u. den Gemeindedienst der Geistlichen nach dem Neuen Testamente. Vortrag, 1904; Die Bibel, das Buch der Menschheit, in: Allg. Missionszeitschrift, 1904 49-79, 104-124, u. separat, Berlin 1904; Wie Hermann Cremer wurde? Erinnerungen eines Genossen, in: Beiträge z. Förderung christl. Theologie 8 Heft 1, 1904; Nachruf, in: Die Reformation 48-50, 1903, und in: A.Hermann Cremer, Gedenkblätter, 1904; Heroenverehrung u. Jesusanbetung, in: Die Eisenacher Konferenz, 1905, 127-145; Die Liebe Gottes, in: Die Eisenacher Konferenz 1906, 30-42; Der Gang der Menschheit, in: Allgemeine evangel.-luther. Kirchenzeitung 1906, Nr. 33 u. 34; Steinhausens Bild Christi, in: Gedenkbuch für W. Steinhausen, 1906; Mit Christo auferweckt, in: Die Reformation 1906, Nr. 38 u. 39; Das Kreuz. Grund und Maß für die Christologie, in: BFChTh 15, 1911; D. Gustav Warneck, 1834-1910, Blätter der Erinnerung, 1911; Theologe u. Christ. Erinnerungen u. Bekenntnisse (Autobiogr. mit Anhh. u. Bibliogr.), Hrsg. von A. Kähler, Berlin 1926; Der Lebendige u. seine Bezeugung in der Gemeinde (Ausw. von Anna K., mit Einl. vom Julius Schniewind), 1937; Jesus und das Alte Testament, 1938, 19672; Geschichte der Protestantischen Dogmatik im 19. Jhd., Hrsg. von E. Kähler, 1962; Schriften zur Christologie und Mission. Gesamtausgabe: der Schriften zur Mission, Hrsg. von Heinzgünter Frohnes [Rezz.: B. Sundkler, in: SvM 3, 1972, 166f; S. Krügel, in: ThLZ 97, 172, 232-236; J. Kuhl, in: ZMG 56, n.1, 1972, 57-59;], 1971; - In: RE, Die Art.: Bibel, Bd. 2, 1896, 686-701; Biblische Theologie, Bd. 3, 1897, 192-200; Christologie, Schriftlehre, Bd. 4, 1897, 4-16; Eschatologie, Bd. 5, 1898, 490-495; Gericht, göttliches, Bd. 6, 1898, 568-572; Gewissen, 646-654; Höllenstrafen, Bd. 8, 1899, 206-211; Hoffmann, Heinr., 221f; Leben, ewiges, Bd. 9, 1901, 330-334; Offenbarung, Bd. 14, 1904, 338-347; Schuld, Bd. 17, 1906, 784-789; Seligkeit, Bd. 18, 1906, 179-184; Tholuck, Bd. 19, 1907, 695-702; Tugend, Bd. 20, 1908, 159-164; Versuchung, 582-586. - Bibliogr.: Hallesches Akad. Vademecum, 1. Abt., Bd. 1, 1910, 6-10.
Lit.: E. Kähler, Eschatologisches Denken und polit. Urteil bei M.K., in: KidZ, 1963, 340ff; - Martin Fischer, M.K., in: Theologen des Protestantismus im 19. u. 20. Jhd., Hrsg. von Martin Greschat, Bd. 1, 1978, 130-149; - H. Frohnes, Der Nachlaß von M.K. in: ZKG 80, 1969, 79-99; - H. Leipold, Offenbarung und Geschichte als Problem des Verstehens. E. Unters. zur Theologie M.K.s, 1962; - H.G. Link, Geschichte Jesu u. Bild Christi. Die Entwicklung der Christologie M.K.s in Auseinandersetzung mit der Leben-Jesu-Theol. und der Ritschl-Schule, 1975; - G. Niemeier, Wirklichkeit und Gestalt des theologischen Systems M.K.s, 1937; - Johannes H. Schmid, Erkenntnis des geschichtl. Christus bei M.K. und bei Adolf Schlatter, 1978; - Ch. Seiler, Die theologische Entwicklung M.K.s bis 1869 (BFChTh 51), 1966; - J. Wirsching, Gott in der Geschichte. Stud. z. theologiegeschichtl. Stellung u. syst. Grundlegung d. Theol. M.K.s (FGLP X/26), 1963; - H. Petran, Die Menschheitsbedeutung Jesu bei M.K., 1931; - R. Jelke, M.K. als Anwalt der Laien, in: PBl 77, 1934/35, 321-327; - G. Hilbert, 100. Geb. M.K.s, in: AELKZ 68, 1935, 14-19; - Zu M.K.s 100. Geb. Gedächtniswort von F.K. Schumann; Wort Gottes bei M.K., von G. Heinzelmann, Hall. Univ.-Reden 64, 1935; - H.E. Weber, M.K. als luth. Theol, in: NKZ 47, 1936, 81-91. 109-117; - G. Niemeier, Wirklichkeit u. Wahrheit. Grundzüge u. Gestalt des theol. Systems M.K.s, 1937; - R. Hermann, M.K.s bleibende Bedeutung, in: Wartburg 36, 1937, 324-327; - H. Strathmann, M.K. als Bibeltheol., in: ThBl 47, 1937, 92; - Mart. Schulze, K.-Renaissance, in: ThLZ 65, 1940, 55-60; - F. Spemann, M.K., in: Begegnungen, Hrsg. von H. Lilje, 1949, 68-75; - J. Schniewind, M.K., in: Nachgelassene Reden u. Aufsätze, Hrsg. E. Kähler, 1952, 166-172; - Friedrich Mildenberger, M.K., in: Gestalten der Kirchengeschichte Bd. 9,2, Hrsg. Martin Greschat, 1985, 278-288; - Ernst Vielhaber, Das Problem der Offenbarung ind der Theol. M.K.s (Diss. Göttingen), 1963; - Ulrich Wimmer, Geistestheol. Eine Unters. z. Grundlegung der Theol. u. zur Pneumatologie M.K.s, 1978; - Hans-Joachim Kraus, Julius Schniewind, in: Charisma der Theol., 1965, 37-45; - Friedrich W. Kantzenbach, Biblizismus und Bekenntnisfrage, in: Und fragten nach Jesus, Festschr. E. Barnikol, Hrsg. O. Eissfeld, 1964, 287-304; - Robert Stupperich, Der Theologe, das Buch u. die Rezension, in: Gemeinde Gottes in dieser Welt, Festschr. F. Wilhelm, Hrsg. F. Bartsch, 1961, 235-257; - Gerhard Sauter, Der Dogmatiker als Antwort des Laien in der Theologie, in: Vom Amt des Laien in Kirche u. Theologie, Hrsg. H. Schröer, 1982, 278-295; - Friedrich Mildenberger, Biblische Theologie als kirchl. Schriftauslegung, in: Einheit u. Vielfalt bibl. Theologie, Hrsg. I. Baldermann, 1986, 151-162; - K.G. Steck, M.K., Geschichte der protestantischen Dogmatik im 19. Jhd., zur Neuausgabe, in: ThLZ 89, 1964, 863-866; - H. Gerdes, Die durch M.K.s Kampf gegen d. »histor. Jesus« ausgelöste Krise in der evang. Theologie u. ihre Überwindung, in: NZSTh 3, n.2, 1961, 175-202; - N. Perrin, Challenge of New Testament theology today, in: Crit 4, 1965, 25-34; - R. Schäfer, Die Rechtfertigungslehre bei Ritschl u. K., in: ZThK 62, n.1, 1965, 66-85; - H. Anderson, So-called historical Jesus and the historical Biblical Christ, tr. by C.E. Braaten [dazu: W. Baird, in: Encounter 30, 1969, n.1, 278-280], in: ThToday 22, 1965, 137-139; - Charles E. Carlston, Biblicism or historicism?, in: BR 13, 1968, 26-40; - H. Frohnes, Der Nachlaß von M.K., 1835-1912, in: ZKG 80, 1969, 79-99; - B. Hägglund, M.K.s teori om det överhistoriska i kristendomen, in: SvTK 48, n.4, 1972, 153-163; - Friedrich Gogarten, Theologie u. Geschichte, in: ZThK 50, 1953, 339-394; - Heinrich Karpp, Das Aufkommen des Begriffs »Biblizismus«, in: ZThK 73, 1976, 65-91; - David Cairns, The Motives and Scope Of Historical Inquiry About Jesus, in: SJTh 29, 1976, 335-355; - Johannes Wirsching, Erbe und Auftrag. Bemerkungen z. Stand der K.-Forschung, in: ThLZ 104, 1979, 161-171; - Gerhard Friedrich, Julius Schniewind, ein Lehrer der Kirche, in: EvTh 43, 1983, 202-221; - Alister E. McGrath, Justification and christology: the axiomatic correlation between the historical Jesus and the proclaimed Christ, in: ModTh 1, n.1, 1984, 45-54; - Norbert Müller, Das Denken M.K.s als Beitrag z. Diskussion um eine »bibl. Theologie«, in: EvTh 48, n.4, 1988, 346-359; - EKL II, 503f; - RGG2, III, 578ff; - RGG3, III, 1081-1084; - TRE 17, 511-515.
Karl Knauß
Textanmerkungen:
1864 wurde Kähler a.o. Prof. in Bonn und 1867 in Halle. Als Halleschem Theologieprofessor Ehrenfried Kumpf setzte ihm Thomas Mann (s. d.) in "Doktor Faustus" (Kap. XII) ein literarisches Denkmal. (Nach Peter de Mendelssohn, in den Nachbemerkungen des Herausgebers zur Frankfurter Ausgabe, S. Fischer 1980).
Letzte Änderung: 29.12.2009