KERN, Christian Gottlob, Theologe u. Verfasser von Kirchenliedern,
* 13.1. 1792 in Söhnstetten, † 5.8. 1835 in Dürrmenz-Mühlacker
a.d. Enz. - K., Sohn des Pfarrers Christoph Friedr. K., wurde
1808 in die Klosterschule Denkendorf aufgenommen, erhielt seine weitere
Schulbildung in Maulbronn und immatrikulierte sich am 27.10. 1810
in Tübingen für das Studium der Theologie. Von 1815 bis 1817 versah
er ein Vikariat in Plochingen; seit 1817 war er als Repetent wieder
am Tübinger Stift. 1820 ging er als Helfer nach Besigheim und folgte
1824 einer Berufung zum Prediger und Professor an das Seminar zu Schönthal.
Von 1829 an bis zu seinem Tod war K. Pastor in Dürrmenz-Mühlacker.
Während dieser Zeit trug K. Abhandlungen und Aufsätze zu der von Friedr.
Heinr. Kern und Steudel in Tübingen herausgegebenen theologischen
Zeitschrift und zu der von Albert Knapp herausgegebenen »Christoterpe.
Taschenbuch für christliche Leser« in den Jahren 1833-37 bei. Diese
Beiträge stehen in ihren Gedanken unter dem Einfluß von Joh. Albr.
Bengel (s.d.) und C. Aug. Osiander. Bekannt ist K. durch seine geistlichen
Lieder, von denen die meisten in A. Knapps »Christoterpe« erschienen
sind.
Werke: Predigten auf alle Sonn- und Festtage des Kirchenjahrs.
Nach seinem Tode herausgegeben von W. Hoffmann u. L. Völter, Stuttgart
1837; »Preis dir, o Vater, und o Sohn« (Tauflied) und »Wie könnt ich
Sein vergessen« (Abendmahlsfeier), in: A. Knapp, Liederschatz, 1837.
Lit.: ADB XV, 632; - Koch3 VII, 210-213; -
CKL I, 1054; - John Julian, A Dictionnary of Hymnology I, 623,
New York 1957.