KUNO von Regensburg: Sel. Benediktiner und Bischof, gest. 19.5. 1132 in Regensburg, Fest: 19.5., 6.3., 14.4. - K. entstammte dem Regensburger Dienstmannengeschlecht der Raitenbucher in der Oberpfalz. Im Jahre 1105 berief ihn Erzbischof Friedrich von Köln zum Abt des Klosters Siegburg. Zu seiner Zeit geht die Tradition, daß Norbert von Xanten und Rupert von Deutz im Kloster von Siegburg gelebt hätten, wobei K. "größten Einfluß" (J. Torsy, H. J. Kracht)auf diese beiden ausgeübt hätte. 1126 wurde er aus dem geistlich-geistig blühenden Kloster Siegburg herausgerufen und zum Bischof von Regensburg bestellt. - Über diese Regensburger Zeit des K.s schreiben J. Torsy und H. J. Kracht: "Auch hier versammelte Kuno Geistesgrößen um sich, wie Gerhoch von Reichersberg und Honorius Augustodunensis, ferner die Verfasser des Annolieds, der Kaiserchronik und wohl auch des Pfaffen Konrad. In Regensburg setzte sich Kuno für die Klosterreform ein und berief Augustiner-Chorherren nach St.-Johann" (In: Der Große Namenstagskalender... S. 156).
Lit.: J. Torsy-H. J. Kracht: Der Große Namenstagskalender Freiburg-Basel-Wien 2002, 156; - J. Torsy: Lexikon der Deutschen Heiligen, Köln, l959, 334; - A. Schütte: Handbuch der Deutschen Heiligen, Köln 1941, 216; - Joh. Ev. Stadler-J. N. Ginal: Vollständiges Heiligenlexikon I, 656, 698.