MAXIMILIAN III., "der Deutschmeister": Erzherzog, Tiroler Landesfürst, * 12.10. 1558 in Wiener-Neustadt, † 2.11. 1618 in Wien. - Er war der 3. Sohn Kaiser Maximilians II. und Marias, der Tochter Kaiser Karls V. Seine älteren Brüder waren die späteren Kaiser Rudolf II. und Matthias. - Schon in jungen Jahren trat M. dem Deutschen Orden bei. l585 wurde er Hochmeister des Ordens. Höfisches Leben und mißglückte militärische Aktionen bestimmten zunächst sein Leben, bis ihn Kaiser Rudolf II. 1602 zum Gubernator von Tirol bestimmte. Wie er einst den Deutschen Orden reformierte, so nahm er jetzt die Arbeit in und für Tirol auf. G. Pfaundler kennzeichnet seine Wirksamkeit so: "Obwohl er in den 16 Jahren seiner Herrschaft... viel auf Reisen war, hat er doch auf verschiedenen Gebieten positive Spuren hinterlassen. Er sorgte nicht nur für Frieden und Ordnung, sondern führte auch eine Reihe von sozialwirtschaftlichen Reformen durch, die damals sehr modern waren. Besonders kümmerte er sich um das Schulwesen und um kulturelle Belange. Seiner strengen Religiosität entsprechend war seine Hofhaltung wenig prunkvoll, der Innsbrucker Hof war aber durchaus ein kulturelles Zentrum, sowohl was die bildende Kunst... als auch die Musik betraf. M. förderte die Tiroler Geschichtsschreibung ...großzügig, er besaß eine hervorragende Bibliothek und kostbare Sammlungen.. Er stiftete für die Schatzkammer der Wallfahrtskirche Mariastein einen Tiroler Erzherzogshut und dem Stift Klosterneuburg als Symbol der Einheit der österreichischen Erblande den österreichischen Erzherzogshut" (In Tirol-Lexikon... S. 254). - Groß war sein Hang zu persönlicher Meditation. Deshalb ließ er in seiner Innsbrucker Residenz wie im Innsbrucker Kapuzinerkloster eine Eremitage errichten. Diese Eremitage im Kapuzinerkloster ist noch heute erhalten und begehbar. Sein Grabmal fand er in St. Jakob zu Innsbruck, wo es im linken Querschiff aufgestellt ist. Nach G. Pfaundler gehört es zu den "schönsten Denkmälern Tirols" (In: Tirol-Lexikon... 254). Darstellungen von ihm finden sich noch heute im Zisterzienserkloster von Stams im Oberinntal wie in der Eremitage des Innsbrucker Kapuzinerklosters.