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Band VI (1993)Spalte 723-730 Autor: Lothar Bily

NIEBUHR, Reinhold, amerikan. prot. Theologe, Pionier der sog. »New Theology«, welche sich um Erneuerung der biblisch-christl. Lehre in Auseinandersetzung mit den Fragen und Problemen der Moderne bemühte. * 21.6. 1892 in Wright City/Mo., † 1.6. 1971 in Stockbridge/ Mass.. - Die Mutter war in der 2. Generation Deutsch-Amerikanerin, der Vater ein deutscher Einwanderer, Pastor der Evangelikalen Synode der USA (hervorgegangen aus der preuss. unierten Kirche). Bruder des Theologen Richard Niebuhr. Stationen seiner theolog. Ausbildung waren 1910 das Elmhorst College, 1913 das Eden Theological Seminary, 1914 die Yale Divinity School, dort 1915 Erwerb des Magister-Grades. 1930 theol. Doktorat des Eden Theol. Seminary. 1915 Ordination durch die Evangelikale Synode der USA, 1915-1928 Pastor in Detroit. 1931 verh. m. Ursula Keppel-Compton. Ab 1928 Prof. für Ethik und Religionsphilosophie am Union Theological Seminary in New York, daneben auch Tätigkeit an der Graduate Faculty der Columbia-Universität. Während der gesamten wiss. Tätigkeit auch Fortführung des Predigtdienstes. R. N.s breitgestreute theol. und sozialpolit. Aktivitäten brachten die Mitgliedschaft in zahlreichen Verbänden und Organisationen mit sich: 1930 Gründer des »Fellowship of Socialist Christians« (mit der Zeitschrift »Radical Religion«, gegr.1935, später in »Christianity and Society« umbenannt), als Sozialist erfolglose Kandidaturen für den Senat des Staates New York (1930) und für den Kongress (1932). 1933 unter dem Eindruck von Faschismus und Kommunismus Austritt aus der pazifist. »Fellowship of Reconciliation«, 1940 aus der sozialist. Partei der USA. 1941 Gründung der Zeitschrift »Christianity and Crisis«, welche sich der theol.-polit. Auseinandersetzung mit Nazismus und Kommunismus widmete. Nat. Vors. d. antikomm. »Union for Democratic Action«, 1944 Mitbegründer der Liberalen Partei in New York. In die 30er Jahre fällt auch seine wachsende Bedeutung als Theologe, gefördert durch seinen Einsatz für die Belange der Ökumene: 1937 Teilnahme an der Oxford Conference von »Life and Work«, 1939 mit den berühmten »Gifford Lectures« in Edinburgh betraut. 1948 Sprecher auf der 1. Versammlung des Weltrates der Kirchen in Amsterdam. 1955 Vize-Präsident des Union Theol. Seminary, 1958 Lehrtätigkeit am »Institute for Advanced Studies« in Princeton, 1960 für ein Jahr in Harvard. 1964 von Präsident Johnson mit der »President's Medal for Freedom« ausgezeichnet. In der 30er Jahren hat sich R. N. besonders der vom Nazismus bedrohten deutschen Theologen angenommen (z.B. Tillich, Bonhoeffer) und ihnen geholfen, in den USA eine neue Existenz aufzubauen. - In R. N.s Theologie lassen sich drei Phasen voneinander unterscheiden: Zunächst befaßte sich R. N. mit dem rel. Liberalismus und sozialist. Ideen, welche die Theologie seiner Zeit beherrschten. Die Schriften dieser ersten Phase stehen in pietistisch-evangelikaler Tradition, sie wenden sich gegen die liberale Theologie wegen ihres oberflächlichen Optimismus und ihrer Gleichsetzung des Reiches Gottes mit dem innerweltl. Fortschritt und gegen eine Politisierung der Religion. Die Erfahrungen mit den aktuellen sozialen Nöten während seines Pfarrdienstes in Detroit führten zu einem Wandel seines Denkens: Es bekam eine mehr orthodox-theol. Färbung und stärkere real-soziale Akzente. Diese neue Linie wurde v.a. in seiner Schrift »Moral Man and Immoral Society« von 1932 deutlich. Hier kombiniert er einen geradezu düsteren Augustinismus (der sündhafte Egoismus als bestimmende Macht im individuellen wie gesellschaftl. Bereich) mit einem sozialist. Radikalismus hart an der Grenze zum Marxismus. Verbunden damit ist der Angriff auf die liberale Hoffnung, soziale Verbesserungen könnten allein durch Vernunft und Religion erreicht werden. In gewisser Weise stand R. N. damit polit. links, theol. aber eher rechts! In dieser Zeit versuchte R. N. ernsthaft, Christentum und Marxismus in Verbindung zu bringen. Unter dem Einfluß der Philosophie Kierkegaards wurde R. N. kritischer gegenüber Marx. Marxist. Anklänge schwinden auch in dem Maße, als R. N. den Kommunismus als Totalitarismus erkennt, der Augustinismus mit seiner nüchternen Lehre vom sündigen Menschen bleibt aber ebenso charakteristisch für sein Denken wie die sozialpolit. Ausrichtung. R. N. wird zum pragmat. Denker und Kritiker doktrinärer Theologie und Politik. In den »Gifford-Lectures« reift seine Theologie zu ihrer klarsten Ausbildung. Sie ist in ihrem Kern der systematische Versuch, die augustin.-reformator. Lehren über den Menschen mit einem »existentialistischen Verständnis« der menschl. Situation zusammenzubringen. R. N. betont dabei die menschl. Dynamik der Selbst-Transzendenz, die Ambivalenz der kreatürl. Existenz des Menschen und die Verderbnisse durch eine sündige Egozentrik. R. N. spricht im Anschluß an Pascal gerne von der »Größe und Gebrochenheit« des Menschen. Die Freiheit ist eine grundlegende Qualität des Menschen als Bildnis Gottes, sie bringt aber auch Unruhe und Ängste mit sich. Der Glaube vermag diese existentielle Unruhe in schöpferische Kreativität zu wandeln. Ohne Glaube strebt die Kreatur nach falscher Sicherheit (Sünde des Stolzes) oder versucht, dem Risiko menschl. Existenz überhaupt aus dem Weg zu gehen (Trägheit). Allein die göttliche Gnade vermag den Menschen vor diesen Gefahren zu bewahren. R. N. gerät in die Nähe der europ. »Neo-Orthodoxie« (als welche seine Theologie oft auch bezeichnet wird), obwohl er Karl Barth und Emil Brunner gegenüber immer sehr kritisch blieb. In einer dritten Phase in den Spätjahren wendet R. N. sich geschichtsphil. Fragestellungen zu: Das menschl. Sein und die menschl. Gesellschaft sind historisch bestimmt. Unter dem Einfluß Paul Tillichs entwickelt R. N. eine christliche Phil. d. Geschichte, deren Kern der Gedanke ist, daß der letzte Sinn des Lebens in der Geschichte sowohl offenbart wie auch zerstört wird. Die sündige Natur des Menschen verhindert alle Versuche einer Verwirklichung des Reiches Gottes auf Erden. Innerhalb der Geschichte ist kein Sinn zu finden. Es gibt Fortschritt in der Geschichte, aber die Gerichtetheit der Geschichte auf den Fortschritt darf nicht in die Dimensionen des Glaubens übertragen werden (etwa als Weg in Richtung auf das Reich Gottes). Die Errungenschaften der Geschichte eliminieren nie die immer lauernden Schrecknisse und Gefahren und die Macht der Sünde. Man kann auf vielerlei Weise für Verbesserungen arbeiten, aber die Realität der Sünde darf dabei nicht geleugnet werden. Liebe ist die äußerste eth. Möglichkeit, sie bedarf aber, um nicht sentimental zu bleiben, der Umsetzung in Streben nach Gerechtigkeit. Liebe und Gerechtigkeit sind so dialektisch aufeinander bezogen (sie stehen in gewisser Weise konträr zueinander, weil Gerechtigkeit der Bindungen und Ordnungen bedarf, müssen aber dennoch einander ergänzen). Ebenso stehen Glaube und Politik in dialekt. Beziehung: Glaube darf nicht von der Politik unberührt bleiben, Politik darf aber auch keine »göttlichen Weihen« erhalten. - In den spätesten Schriften werden Einflüsse der dialogischen Philosophie Martin Bubers wirkmächtig. - R. N. bezeichnete sich selbst als »Prediger mit ethischen Interessen«. Er war häufig eher Polemiker denn subtiler Analytiker, dennoch bei Verfolgung seiner Themen ausdauernd. Sein Denken ging quer durch die ganze Theologie hindurch, daher ist es schwierig, eine eigentliche Grundidee zu finden. Immer wieder hat R. N. eigene Aussagen einer Revision unterzogen. An den Universitäten galt er als konservativer Kritiker des Liberalismus, »draußen« wurde er von vielen Amerikanern als Linker eingeschätzt und angefeindet. In Fachkreisen wurde er indes als der »bedeutendste politische Philosoph Amerikas« seiner Zeit geschätzt. Persönliche Freundschaften verbanden ihn mit politischen Führern ebenso wie mit Gewerkschaftern und Kirchenmännern. Heute werden seine Schriften vielfach von Neo-Konservativen in Anspruch genommen, obwohl R. N. sich selbst immer »links von der Mitte« einstufte. Seine Bedeutung für die amerikan. Theologie kann jedenfalls nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Werke: Does Civilization Need Religion?, 1927; Leaves From the Notebook of a Tamed Cynic, 1929; The Contribution of Religion to Social Work, 1932; Moral Man and Immoral Society. A Study in Ethics and Politics, 1932; Reflections on the End of an Era, 1934; An Interpretation of Christian Ethics, 1935; Beyond Tragedy. Essays on the Christian Interpretation of History, 1937, dt.: Jenseits der Tragödie, 1947; Europe's Catastrophe and the Christian Faith, 1940; Christianity and Power Politics, 1940; The Nature and Destiny of Man, Vol.I, 1941; The Nature and Destiny of Man, Vol.II, 1943; The Children of Light and the Children of Darkness, 1944, dt.: Die Kinder des Lichts und die Kinder der Finsternis, 1947; Discerning the Signs of the Times. Sermons for Today and Tomorrow, 1946, dt.: Die Zeichen der Zeit, 1948; Faith and History. A Comparison of Christian and Modern Views of History, 1949, dt.: Glaube und Geschichte, 1951; The Irony of the American History, 1952; Christian Realism and Political Problems, 1953, dt.: Christlicher Realismus und politische Probleme, 1954; The Self and the Dramas of History, 1955; Pious and Secular America, 1958, in England: The Godly and the Ungodly, 1958; The Structure of Nations and Empires, 1959, dt.: Staaten und Großmächte, 1960; A Nation So Conceived. Reflections on the History of America From its Early Visions to Its Present Power (with Alan Heimert), 1963; Man's Nature and His Communities. Essays on the Dynamics and Enigmas of Man's Personal and Social Existence, 1965; The Democratic Experience. Past and Prospects (with Paul E. Sigmund), 1969; Sammlungen von Aufsätzen: Love and Justice. Selections From the Shorter Writings of R.N., ed.by D.B.Robertson, 1957; The World Crisis and American Responsibility, ed.by Ernest W. Lefever, 1958; Essays in Applied Christianity. The Church and the New World, ed.by D.B.Robertson, 1959; R.N. on Politics. His Political Philosophy and Its Application to Our Age as Expressed in His Writings, ed.by H.R.Davis and R.C.Good, 1960; Faith and Politics. A Commentary on Religious, Social and Political Thought in a Technological Age, ed.by Ronald H. Stone, 1968; Justice and Mercy. Prayers and Sermons by R.N., ed.by Ursula Niebuhr, 1974; Young Reinhold Niebuhr. His Early Writings 1911-1931, ed.by William G. Chrystal, 1977; The Essential R.N.. Selected Essays and Addresses, ed.by R.McAfee Brown, 1986; Bibliographien: D.B. Robertson, Reinhold Niebuhr's Works, 1983; Priscilla Richards, Annotated Bibliography of Reinhold Niebuhr's Works, 1984.

Lit.: George Hammar, Christian Realism in Contemporary American Theology, 1940; - D.R. Davies, Reinhold Niebuhr, 1948; - Edward J. Carnell, The Concept of Dialectic in the Theology of Reinhold Niebuhr (Diss. Harvard), 1951; - Ders., The Theology of Reinhold Niebuhr, 1951; - Harry Davies, The Political Philosophy of Reinhold Niebuhr (Diss. Chicago), 1951; - Hans Hofmann, Die Theologie Reinhold Niebuhrs im Lichte seiner Lehre von der Sünde (Diss. Zürich), 1954; - Anton Maier, Das Menschenbild Reinhold Niebuhrs: Der Mensch in Gemeinschaft und Geschichte (Diss. Heidelberg), 1954; - Ottbrecht Weichenhan, Die sozialethischen Voraussetzungen und Zielsetzungen der Theologie Reinhold Niebuhrs (Diss. Göttingen), 1954; - Charles W. Kegley (ed.), Reinhold Niebuhr, 1956; - Charles W. Kegley and Robert W. Bretall (eds.), Reinhold Niebuhr, His Religious, Social and Political Thougts, 1956; - Carl H. Brown, The Moral Theory of Reinhold Niebuhr (Diss. Northern Baptist Theol.Sem.), 1957; - Holtan P. Odegard, Sin and Sience. Reinhold Niebuhr as Political Theologian, 1956; - William Horosz, Philosophical Critique of Niebuhr's Doctrin of Man (Diss. Buffalo), 1957; - P. Ramszy, Faith and Ethics. The Theology of Reinhold Niebuhr, 1957; - Georgette P. Vignaux, La Théologie de l'histoire chez Reinhold Niebuhr, 1957; - John Coit, Reinhold Niebuhr and a Protestant Philosophy of Education (Diss. New York), 1958; - Theodore Minnema, The Social Ethic of Reinhold Niebuhr. A Structural Analysis, 1958; - Jack W. Moore, Love and Justice: A Study of the Christian Ethical Theory of Reinhold Niebuhr (Diss. Duke Univ.), 1958; - E.J. Beker, Libertas. Een anderzoek naar de leer von de vrijheid bij Reinhold Niebuhr en bij Karl Barth, 1959; - Erwin A. Gaede, Reinhold Niebuhr and the Relationships of Politics and Ethics (Diss. Notre Dame Univ.), 1959; - Shirley C. Guthrie, The Theological Character of Reinhold Niebuhr's Ethic, 1959; - Harry Harland, Love and Justice in the Thought of Reinhold Niebuhr (Diss. Drew Univ.), 1959; - Gordon Harland, The Thought of Reinhold Niebuhr, 1960; - Richard Powell, The Concept of the End of History in the Writings of Reinhold Niebuhr (Diss. Union Theol.Sem.Virginia), 1960; - G.B. Wurth, Niebuhr, 1960; - June Bingham, Courage to Change, 1961; - Goerge Jones, A Critical Examination of the Religious and Moral Thought of Reinhold Niebuhr (Diss. Brown Univ.), 1961; - Georg H. Dellbrugge, Simul Iustus et Peccator: A Study in the Theologies of Martin Luther and Reinhold Niebuhr (Diss. Yale), 1962; - Harold R. Landon (ed.), Reinhold Niebuhr, 1962; - Donald E. Damhorst, Social Norms and Protestant Ethics: The Ethical Views of Reinhold Niebuhr and Richard Niebuhr (Diss. St.Louis), 1963; - Reinhard Neubauer, Geschenkte und umkämpfte Gerechtigkeit. Eine Untersuchung zur Theologie und Sozialethik Reinhold Niebuhrs im Blick auf Martin Luther (Diss. Heidelberg), 1963; - Nathan A. Scott, Reinhold Niebuhr 1963; - Hans Bolewski, Reinhold Niebuhr, in: H.J. Schultz (Hrsg.), Tendenzen der Theologie im 20. Jhd., 1967, 397-403; - Ders., The Legacy of Reinhold Niebuhr, 1975; - Ralph E. Wise, Irrational Man and Modern Dilemma: World and Thought of P.E.More and Reinhold Niebuhr (Diss. Syracuse), 1963; - John M. Dickinson, Aggression and the Status of Evil in Man: A Critical Analysis of Freud's Assumptions From the Theological Perspective of Reinhold Niebuhr (Diss. Boston), 1964; - Peter Homans, The Meaning of Selfhood in the Thought of Reinhold Niebuhr and Sigmund Freud (Diss. Chicago), 1964; - Rachel King, The Omission of the Holy Spirit From Reinhold Niebuhr's Theology, 1964; - Dietz Lange, Christlicher Glaube und soziale Probleme. Eine Darstellung der Theologie Reinhold Niebuhrs, 1964; - Hal Potts, The Development of Apologetic Method: a Study of Reinhold Niebuhr's Experimental Years (Diss. Southwestern Bapt.Theol.Seminary), 1964; - Harley Stump, The Educational Philosophy of Reinhold Niebuhr (Diss. Oklahoma), 1964; - Donald N. Anderson, The Political Ethics of Karl Barth and Reinhold Niebuhr (Diss. Chicago), 1966; - Jean M. Danielson, The Evolution of Political Thought of Reinhold Niebuhr (Diss. Stanford), 1966; - Paul C. Merkley, Reinhold Niebuhr: The Decisive Years 1916-1941 (Diss. Toronto), 1966; - Ders., Reinhold Niebuhr. A political account, 1975; - Robert Trobaugh, The Nature of Man in the Writings of Reinhold Niebuhr and William Faulkner (Diss. Vanderbilt), 1966; - William D. Cobb, Moral Relativity and Christian Ethics: A Study in Response to the Theology of Emil Brunner and Reinhold Niebuhr (Diss. Chicago), 1967; - Arthur W. Klein, Reinhold Niebuhr's Appraisal of Karl Barth (Diss. 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Burns, Love, Power and Justice as Central Elements in a view of Social Change: A Comparison and Evaluation of the Thought of Reinhold Niebuhr and Martin Luther King (Diss. Pittsburgh), 1974; - James G. Reynolds, Justification by Faith in Reinhold Niebuhr's Thought (Diss. Graduate Theol. Union), 1974; - Michael Link, The Social Philosophy of Reinhold Niebuhr. An Historical Introduction, 1975; - Ruurd Veldhuis, Realism versus Utopianism? Reinhold Niebuhr's Christian Realism and the Relevance of Utopian Thought for Social Ethics, 1975; - Wayne G. Boulton, Ethics and Visions: The Role of Myth in the Thought of Reinhold Niebuhr, 1976; - Seop Wat Cho, The Theological Critique of the Marxist Idea of Man and State in the Thought of Reinhold Niebuhr and Paul Tillich (Diss. Emory Univ.), 1976; - Dennis McCann, Religious Symbols and Social Criticism in the Thought of Reinhold Niebuhr (Diss. Chicago), 1976; - Leonard Meyers, Reactions to Relativism: An Investigation into the Ethical Thought of Reinhold Niebuhr and Dietrich Bonhoeffer, 1976; - Jane Nelson, Navigating the Straits of Messina: Science and Art in Reinhold Niebuhr's Philosophy of History (Diss. Univ. of Utah), 1976; - Seong Park, Reinhold Niebuhr's Perspective on Marxism (Diss. Drew Univ.), 1976; - Geoffrey D. Scott, Reinhold Niebuhr and the Concept of Virtue (Diss. Southern Methodist Univ.), 1976; - Joseph Fahey, The Relationship between Theological Anthropology and International Peace in the Thought of Reinhold Niebuhr, 1977; - Andrew J. Lynch, A Politics of Perimeters: The Development and Structure of the Political Thought of Reinhold Niebuhr (Diss. Columbia Univ.), 1977; - Bob E. Patterson, Reinhold Niebuhr, 1977; - Judith Plaskow, Sex, Sin and Grace. 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Shanley, Reinhold Niebuhr and Relations between Germany and America, 1986; - Massimo Rubboli, Politica e religione negli USA: Reinhold Niebuhr e il suo tempo, 1986; - Richard Fox, Reinhold Niebuhr. A Biography, 1987; - Kenneth Durkin, Reinhold Niebuhr, 1989; - Harry Ausmus, The pragmatic God: on the nihilism of Reinhold Niebuhr, 1990; - Johann B. Müller, Amos der dreißiger Jahre: Reinhold Niebuhrs »christlicher Realismus«, in: Evang. Kommentare 4/91, 203-205; - Lothar Bily, Ein Anwalt der Freiheit, in: liberal 2/92, 81-86; - Enz. Britannica XVI, 431/32; - Enz. of Religion X, 431 ff.; - RGG IV, 1458/59.

Lothar Bily

Werkeergänzung:

'Pious and secular America' (1958) dt. Übersetzung: Frömmigkeit und Säkularisation, mit einem Vorwort von Wolfgang Schweitzer, Gütersloh 1962.

Literaturergänzung:

1986

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1995

Jace Weaver, Original simplicities and present complexities. R.N., ethnocentrism, and the myth of American exceptionalism, in: JAAR 63.1995, S. 231-247; - Justus D. Doenecke, R.N. and his critics. The interventionist controversy in World War II, in: AEH 64.1995, S. 459-481; -

1998

Victor E. Anderson, The wrestle of Christ and culture in pragmatic public theology, in: AJThPh 19.1998, S. 135-150; -

2001

Mark Douglas, R.N.'s two pragmatisms, in: Dass. 22.2001, S. 221-240;-

2002

Mary Doak, Hope, eschatology, and public life. The contributions of Rauschenbusch, Mathews, and N. to reopening the American imagination, in: Dass. 23.2002, S. 108-128; -

2004

Harold Penner, Rudolf Bultmann and Reinhold Niebuhr on myth and eschatology, in: ARC (M) 32.2004, S. 143-166; -

2005

Martin Halliwell, The constant dialogue. R.N. and American intellectual culture. Lanham, Md. 2005; -

2006

Susan L. Nelson, Pride, sensuality and han. Revisiting sin from the underside, in: PoTh 7.2006, S. 421-430;- Marion Pauck, R.N.: public and private, in: ebd. S. 431-439; -

2007

David True, Embracing Hauerwas? A Niebuhrian takes a closer look, in: PoTh 8.2007, S. 197-212; -

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John D. Carlson, The morality, politics, and irony of war. Recovering R.N.'s ethical realism, in: JRE 36.2008, S. 619-651; - Ronald H. Stone, Tillich and Niebuhr as allied public theologians, in: PoTh 9.2008, S. 503-511; - Therese B. DeLisio, Did R.N. care about racism in America?, in: USQR 61.2008, S. 1-16;- Daniel F. Rice, R.N. and the philosophers. Part 1: John Herman Randall, Jr., in: ebd. S. 44-72; -

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Simon Polinder, R.N.: de inspirator van Obama, in: Thd 6.2009,2, S. 42-48; - John K. Burk, Moral law, privative evil and Christian realism. Reconsidering Milbank's "The poverty of Niebuhrianism", in: StCE 22.2009, S. 211-228; - Ilsup Ahn, Decolonization of the lifeworld by reconstructing the system. A critical dialogue between Jürgen Habermas and R.N., in: StCE 22.2009, S. 290-313; - Douglas F. Ottati, The N.ian legacy and the idea of responsibility, in: StCE 22.2009, S. 399-422;- Christine Firer Hinze, The drama of social sin and the (im)possibility of solidarity. R.N. and modern catholic socisl teaching, in: ebd. S. 442-460; - Robin W. Lovin, Christian realism for the twenty-first century, in: JRE 37.2009, S. 669-682.

Letzte Änderung: 07.12.2009