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Band VII (1994)Spalte 864 Autor: Ekkart Sauser

POTENTINUS und seine Söhne: Hl. Laien, * A. 4. bzw. M. 4. Jh. in Aquitanien, † E. 4. Jh. in Karden a.d. Mosel, Bistum Trier. Fest am 18. Juni. P. und seine beiden Söhne Felicius und Simplicius entstammten einem vornehmen Geschlecht aus Aquitanien. Auf einer Wallfahrt zu den hl. Stätten kamen sie auch nach Trier und suchten den Trierer Bischof Maximinus auf, der auch aus Aquitanien stammen soll. Dieser empfahl ihnen, zum hl. Priester Castor in Karden an der Mosel zu gehen. Dort ließen sich alle drei nieder, vielleicht, um Castor in seiner seelsorglichen Tätigkeit zu unterstützen. Des P. Gebeine kamen vor 930 nach Steinfeld, wo er auch Patron ist. Sein Kult erhielt 1908 von Rom die Approbation. - Da P. der Legende nach in Karden das Martyrium erlitten haben soll, wird er in Rüstung mit 2 Pfeilen neben sich dargestellt. So auf einem Fresko, um 1330, in der Basilika von Steinfeld in der Eifel. Auch auf dem Chorgestühl dieser Basilika ist er zu finden, mit Lanze und zwei Pfeilen, mit Schwert und Lanze, A. 16. Jh.

Lit.: ActaSS Jun. III (1701) 575-584 (Vita u. Translationsbericht); - F.W.E. Roth, Die Visionen der hl. Elisabeth v. Schönau (Brünn 1884), 135-138; - TTH 16 (1903-1904) 464 f. (altes Meßformular); - BHL 6904-6907; - L. Korth, Die Patrozinien der Kirchen und Kapellen im Erzbistum Köln, Düsseldorf 1904, 180 f.; - AE 16 (1908) 390 f.; - H. Schmidt, Steinfeld, die ehemalige Prämonstratenserabtei, Ratingen 1951, Doyé I, 199; - Braun 612 f.; - Réau III/3, 1117-1118; - LThK2 VIII 647; - LCHRI VIII 223; - J. Torsy, Der Große Namenstagskalender, Freiburg-Basel-Wien 1985, 171 f.

Ekkart Sauser

Letzte Änderung: 10.02.1999