ROHRBACH, Paul Carl Albert, ev. Theologe und politischer Publizist, Kolonialfunktionär und Reiseschriftsteller * 29.6. 1869 in Irgen (Kurland) als Sohn des Gutspächters und Gemeindebeamten Albert Rohrbach und seiner Frau Emilie, geb. Kogge. + 20.7. 1956 in Langenburg (Württemberg). - Nach häuslicher Erziehung und vorbereitendem Unterricht in verschiedenen Pastoraten besuchte R. das Gymnasium in Mitau (1886 Abitur). Von 1887 bis 1890 studierte er in Dorpat Geschichte. 1891 promovierte R. in Berlin mit einer Arbeit über die Patriarchen von Alexandrien. Er wurde dort entscheidend geprägt durch den Geographen v. Richthofen und vor allem den Theologen Adolf v. Harnack und den Historiker Hans Delbrück, der ihn in den Mitarbeiterkreis der Preußischen Jahrbücher aufnahm. Unter dem Einfluß von Harnack und Friedrich Naumann begann R. ein Theologiestudium in Berlin, das er 1898 mit der Lizentiatenprüfung in Straßburg (Freundschaft mit Albert Schweitzer) abschloß. 1894 ließ sich R. in Preußen naturalisieren und bestand das Mittelschullehrerexamen in Berlin. Er beteiligte sich an theologischen Auseinandersetzungen auf der Seite Harnacks (»Apostolikumstreit«), nahm dabei aber einen unabhängigen Standpunkt (»geschichtliches Christentum«) zwischen der Orthodoxie und dem sog. »religiösen Liberalismus« ein. 1896 besuchte er im Auftrag der Preußischen Jahrbücher die Allrussische Ausstellung in Nischnij-Nowgorod; 1897 reiste er nach Turkestan (Samarkand, Buchara) und Armenien. Im Juli 1898 heiratete R. die Lehrerin Clara Müller, Tochter des späteren Geh. Hofrats im Kaiserlichen Militärkabinett Franz Müller; zusammen unternahmen sie eine Palästinareise über Moskau, Armenien (Erkundungen über die Verfolgung der Armenier), Kurdistan, Syrien nach Jerusalem. Das Erlebnis der heiligen Stätten bewirkte bei R. einen »Umschwung vom passiven, `geschichtlichen Christentum' zum dynamischen, sozial- und weltpolitischen Christentum« (Mogk, 1972). Diese Lehre vom Gottesreich auf Erden (»christlicher Sozialismus«), veröffentlicht in R.s theologischem Hauptwerk »Im Lande Jahwehs und Jesu« (1901), vereitelte aufgrund von wissenschaftlichen Differenzen mit Harnack seine Habilitationspläne und beendete seine theologische Karriere. Von November 1898 bis Juli 1901 amtierte R. als Generalsekretär des Evangelisch-sozialen Kongresses; entsprechend der akademischen Ausrichtung dieses Kreises begnügte sich R. in seinen für die »Mitteilungen des Evangelisch-sozialen Kongresses« verfaßten Andachtsartikeln mit Aufrufen zur sozialen Tat, da er auf die Wirkung wissenschaftlicher Aufklärung vertraute. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts trat R. mit dem programmatischen Artikel »Das `Größere Deutschland' in Moral und Politik« für eine neuartige deutsche Weltmachtpolitik ein, die sich durch eine theologische Rechtfertigung auszeichnen sollte. Das »Größere Deutschland«, die Forderung nach wirtschaftlichen Einflußgebieten als Ersatz für Kolonien sollte zur moralischen Legitimierung mit einer sozialen Mission (Ärztliche Mission, Bau von Schulen und Waisenhäusern u.ä.) gekoppelt sein. R. verband, gestützt auf evangelisch interpretierte deutsche Art und deutschen Geist, Fortschrittsoptimismus und Kulturprotestantismus zu einem »Ethischen Imperialismus«. Im Juli 1900 brach R. zu einer knapp einjährigen Studienreise über Turkestan, Armenien Mesopotamien nach Persien auf. Im Herbst 1901 wurde R. von Friedrich Naumann als Redakteur der nationalsozialen Wochenschrift »Die Zeit« verpflichtet, wobei er sich besonders außen- und wirtschaftspolitischen Fragen widmete (Rußland, Bagdadbahn). Sein 1903 erschienenes Buch »Deutschland unter den Weltvölkern« wurde zum grundlegenden Werk des liberalen Imperialismus. R., der zur Zeit des nationalsozialen Vereins Anhänger Naumanns war, konnte sich dort jedoch mit seiner ethisch verbrämten Kolonialpolitik nicht durchsetzen und auch seine Reichstagskandidatur für die Fortschrittliche Volkspartei 1910/11 scheiterte an seiner nicht parteikonformen Kritik an der Diamantenpolitik in Südwestafrika des Staatssekretärs im Reichskolonialamt Dernburg. Die Berufung in den Kolonialdienst als Ansiedlungskommissar und Wirtschaftssachverständiger für Deutsch-Südwestafrika 1903 bedeutete einen Einschnitt in R.s Leben. Aufgrund der kurze Zeit später ausbrechenden Aufstände der Hereros und Namas verlagerte sich sein Aufgabengebiet auf die Leitung der Entschädigungskommission für die Kriegseinbußen der deutschen Kolonisten. Dabei kritisierte R. die Regierungspraxis des Gouverneurs Leutwein als letztlich für den Ausbruch des Aufstands verantwortlich ebenso wie das Kriegsziel einer Vernichtung der Hereros durch den Oberbefehlshaber v. Trotha. Stattdessen hätte die Degradierung der Eingeborenen zu einer den Kaffern ähnlichen Klasse von Dienstbaren bei Konfiskation ihres Besitzes erfolgen sollen. Als Ergebnis seiner eigentlichen Aufgabe veröffentlichte R. 1905 seine Vorstellungen über die Besiedelung Südwestafrikas, wonach im Gegensatz zur bisherigen Praxis nur kapitalkräftige Ansiedler für großbäuerliche Farmbetriebe zugelassen werden sollten, um die Kolonie auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig werden zu lassen. Vom Nachfolger Leutweins als Gouverneur, v. Lindequist, der eine andere Siedlungskonzeption vertrat, kaltgestellt, verließ R. 1906 schweren Herzens den Kolonialdienst. Nach einer Expeditionsreise durch Kamerun und Togo kehrte R., dem selbst der sozialdemokratische »Vorwärts« große Sachkenntnis bescheinigt hatte, im Frühjahr 1907 nach Berlin zurück. Von 1907/08 an übernahm R. an der neugegründeten Berliner Handelshochschule einen Lehrauftrag für Kolonialwirtschaft, den er bis zum Ende des Ersten Weltkrieges beibehielt. Von April 1908 bis Januar 1909 unternahm R. Studienreisen nach Turkestan, China, Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Südwestafrika. Die Chinareise markierte dabei insofern eine Zäsur in R.s Leben, als er dadurch die Erkenntnis gewann, künftig als Publizist gezielt für sein politisch-religiöses Programm eines »Größeren Deutschlands« einzutreten. Darunter verstand R. »einen maßgebenden moralischen und materiellen Anteil Deutschlands an der Weltwirtschaft und Weltkultur« (Das »Größere« Deutschland, 323 f.), den Deutschland aufgrund seiner wirtschaftlichen und geistigen Leistungen zu fordern berechtigt sei. Zugleich war dieses Programm aber auch mit Forderungen nach innenpolitischen Reformen (Sozialpolitik, preußisches Wahlrecht) verbunden, um die soziale Basis für den deutschen Imperialismus zu verbreitern. R.s Berichterstattung über koloniale und außenpolitische Fragen rief nach der Jahrhundertwende ein stetig wachsendes Echo hervor, zumal er auf diesen Gebieten beinahe eine Monopolstellung besaß. Den größten Einfluß gewann er mit seinen Leitartikeln in zahlreichen führenden deutschen Tageszeitungen wie dem »Berliner Tageblatt«, der Berliner »Nationalzeitung«, der »Täglichen Rundschau«, den »Münchener Neuesten Nachrichten«, der »Frankfurter Zeitung«, dem »Hamburger Fremdenblatt« sowie der »Neuen Freien Presse« in Wien. Freilich zeigte sich bei seiner Verteidigung des berüchtigten Kolonialpioniers Peters das grundsätzliche Dilemma eines »ethisch« fundierten Imperialismus. 1912 erschien die erste Auflage seines bekanntesten Werkes, »Der deutsche Gedanke in der Welt« (insges. 212 Tsd.). Darin trat R. für »moralische und andere Eroberungen« durch den deutschen Gedanken nicht nur im Sinne »politischer Vorherrschaft oder materieller Kolonisation, sondern auch als Weltkulturfaktor« ein. 1914 hatte R. zusammen mit Ernst Jäckh für sein Imperialismusprogramm eine unabhängige Wochenschrift mit dem programmatischen Titel »Das größere Deutschland« gegründet, worin eine wachsende Expansionsneigung und Kriegsbereitschaft zum Ausdruck kam. Von 1916 bis 1922 wurde die Zeitschrift unter dem neuen Namen »Deutsche Politik« weitergeführt, nachdem das Vorgängerblatt unter alldeutschen Einfluß geraten war. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde R. zunächst Mitarbeiter im Nachrichtenbüro des Reichsmarineamtes, bevor er im Herbst 1914 zum Leiter der Pressekontrolle in der dem Auswärtigen Amt unterstellten Zentralstelle für Auslandsdienst avancierte. Dort wurde wöchentlich eine Presseübersicht für das Auswärtige Amt erstellt, die neben Großbritannien, Frankreich, Rußland und Amerika auch die kleineren Länder berücksichtigte. Nach Differenzen mit seinem Vorgesetzten schied R. 1917 dort aus, blieb aber in verschiedenen Missionen weiterhin für die deutsche Staatsführung tätig. R., der noch um die Jahrhundertwende ein Anhänger deutsch-russischer Zusammenarbeit war, entwickelte sich nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges neben Schiemann und Haller zum Wortführer einer antirussischen Politik. Nachdem bereits 1902 bei R. erste Bedenken aufgekommen waren, die russische Politik könnte innenpolitische Schwierigkeiten durch einen Krieg zu lösen versuchen, verstärkte sich während des Krieges die Furcht vor dem »Koloß im Osten«. Als Reaktion hierauf entwickelte R. seine Dekompositionstheorie, wonach die russische Macht durch die Entbindung des Nationalismus der sog. Fremdvölker gebrochen werden sollte. Die Etablierung der Ukraine, der Baltischen Staaten, der Kaukasusvölker und Turkestans als selbständige Staaten würde überdies Deutschlands wirtschaftlichen und politischen Einfluß weit nach Osten ausdehnen. Nach R.s Ansicht lagen die deutschen Kriegsziele demnach im Osten; auf westliche Eroberungspläne sollte verzichtet werden. R. geriet aufgrund dieses Kriegszielprogramms und seines ethischen Imperialismus' während des Krieges in immer heftigeren Gegensatz zum Rassenimperialismus der Alldeutschen. Zur Abwehr der hemmungslosen alldeutschen Kriegsziele versuchte er die Regierung durch Eingaben seit dem Frühjahr 1916 zu einer ablehnenden öffentlichen Stellungnahme zu bewegen. Bereits im April 1915 hatte R. die von dem Historiker Hans Delbrück inaugurierte Gegendenkschrift mitunterzeichnet, die sich gegen die ganz Belgien und Polen umfassenden Annexionsforderungen der Alldeutschen wandte. 1916 gehörte R. zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Nationalausschusses für einen ehrenvollen Frieden, der sich als Gegengewicht zu dem im gleichen Jahre gebildeten, alldeutsch geprägten Unabhängigen Ausschuß für einen Deutschen Frieden verstand. Entsprechend R.s Ukraineprogramm kritisierte er die deutsche Ostpolitik und den Frieden von Brest-Litowsk als kontraproduktiv. Nach dem Ersten Weltkrieg widmete sich R. der Bekämpfung der »Kriegsschuldlüge« durch Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft für Politik des Rechts, der u.a. Max Weber, Friedrich Meinecke, Ernst Troeltsch, Lujo Brentano und Conrad Haußmann angehörten. Diese sog. »Heidelberger Vereinigung« versuchte die wissenschaftliche Klärung der Schuldfrage mit Kritik an der Deutschlandpolitik der Ententemächte zu verbinden. R. trat 1920 der Deutschen Demokratischen Partei bei, blieb dort aber stets isoliert, da er mit seinen national- und sozialpolitischen Vorstellungen nicht durchdrang. Zwischen 1921 und 1924 unternahm er drei Reisen nach Amerika. 1921 suchte R. das Deutschtum in Süd- und Nordamerika für seine »moralische Offensive« zur Überwindung der antideutschen Stimmung im Ausland zu gewinnen. Ende 1922 bis Mai 1923 führte R. im Dienst einer deutsch-amerikanischen Hilfsorganisation eine Vortragsreise durch die USA durch. Trotz des Fehlschlags der vorigen Reisen begab er sich 1924 für die »Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft« in Dresden erneut nach Amerika. Publizistisch trat R. in der Weimarer Republik - besonders mit seiner 1924 gegründeten Zeitschrift »Der Deutsche Gedanke« - für den Primat der Außenpolitik, einen großdeutschen Nationalstaat, das Selbstbestimmungsrecht der Völker, den Schutz der deutschen Minderheiten im Ausland sowie die Wiederherstellung der deutschen Kolonien ein. Enorm verbreitern konnte R. seinen meinungsbildenden Einfluß durch die 1924 begonnene Herausgabe einer »Leitartikel-Korrespondenz«, die ein politisches Spektrum vom rechten Flügel der DDP bis zur DNVP abdeckte. Die überwiegend außenpolitischen Themen gewidmeten, wöchentlich an zahlreiche Zeitungen verschickten Leitartikel wurden bis in die Wirren zu Ende des Zweiten Weltkrieges fortgeführt. Trotz Kontakten mit dem sozialdemokratischen Reichspräsidenten Ebert, geriet der Vernunftrepublikaner R. zunehmend in politisch rechtes Fahrwasser. Er bekämpfte Pazifismus, Abrüstung, Internationalismus und Paneuropaideen. 1926 trat er wegen Differenzen beim Volksentscheid über die Fürstenenteignung aus der DDP aus, die sich nicht auf eine Ablehnung hatte festlegen lassen wollen. Ein weiterer Grund für diesen Schritt lag in Auseinandersetzungen mit Ludwig Quidde und den Beziehungen der DDP zur Deutschen Friedensgesellschaft, deren Vorsitzender Quidde war. 1930 schloß R. sich der Konservativen Volkspartei an, in der er ein Forum für seinen Kampf gegen den »verantwortungslosen« Parlamentarismus sah, dem der Mut zu einer energischen Außenpolitik fehlte. Allerdings verließ er die Volkskonservativen schon bald wieder, weil sie seinen außenpolitischen Vorstellungen nicht gerecht wurden. Nach dem Scheitern seiner Bemühungen in parteigebundenem Rahmen sein Programm einer »politischen Kulturpropaganda« (Bieber, 71) durchzusetzen, versuchte R. seine Pläne über die 1925 gegründete »Akademie zur wissenschaftlichen Erforschung und zur Pflege des Deutschtums. Deutsche Akademie« in München zu realisieren. 1927 für zwei Jahre zum geschäftsführenden Präsidialmitglied ernannt, hatte er die praktische Arbeit der Akademie zu betreuen. Nach Reibereien mit dem Präsidenten der Akademie, v. Müller, wurde R. 1929 nur für ein Jahr zum Abteilungspräsidenten gewählt. Bereits im April 1930 kam es zum Streit mit seinen Mitarbeitern, weshalb R. im Herbst des gleichen Jahres seine Tätigkeit freiwillig beendete. Neben Führungsproblemen spielten die kontroversen Auffassungen über die Ziele der Deutschen Akademie die Hauptrolle für R.s Ausscheiden. Im Gegensatz zur offiziellen Politik seiner Organisation hatte R. gefordert, die kulturellen Kontakte zum Ausland auf Kosten der Unterstützung der Auslandsdeutschen auszubauen. Im Juli 1931 startete R. zu einer halbjährigen Weltreise, die ihn über Kanada, USA, die Philippinen, Japan, China, Indonesien nach Indien führte. Er gewann dabei die Erkenntnis, daß eine Regierungsübernahme der Nationalsozialisten im Ausland einen verheerenden Eindruck hervorrufen würde. Folgerichtig sah R. mit einer Entlassung Brünings Deutschlands außenpolitische Chancen verspielt. Allerdings befürwortete er 1932 nach dem Scheitern des Präsidialkabinetts Brüning die Zähmungstheorie, wonach die Nationalsozialisten durch eine Regierungsbeteiligung unter einem Reichskanzler oder Außenminister Brüning entzaubert werden sollten. Nach dem brutalen Mord von Potempa jedoch wandte sich R., der Hitler schon 1930 als »Führersurrogat« (Deutschland! Tod oder Leben?, 165) bezeichnet hatte, entsetzt von der NSDAP ab, deren Führer offen seine Solidarität mit den Tätern bekannt hatte. Zur Rettung der »sittlichen Staatsidee«, die durch Hitlers Kampfansage gegen den Rechtsstaat in Gefahr geraten war, attackierte er mit publizistischen Waffen den Nationalsozialismus, mit dem er jetzt jeden Kontakt ablehnte. Mit der Broschüre »Herr Reichskanzler von Papen - Lösen Sie auf!« wollte er eine Reichstagswahl unter der moralischen Alternative erzwingen: Christlich-nationaler Rechtsstaat oder Hitlers Unrechtsstaat. Nach dem Mißlingen dieses Aufrufs zog sich R. aus der Innenpolitik zurück; im Herbst 1932 unternahm er eine Nahostreise. Kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten brachte sich R. durch eine lange Reise in die ehemaligen deutschen Kolonien in Afrika aus der Schußlinie. Während in diesen Reiseberichten noch eine vorsichtige Opposition durchklang, blieben die Artikel von seiner Kamerunreise 1934 politisch ganz neutral. R. bemühte sich jetzt um die Bewahrung des kolonialen Gedankens, zumal dieses Gebiet von der NS-Sprachregelung weitgehend verschont blieb. Von 1935 bis 1944, als seine Wohnung bei einem Bombenangriff ausbrannte, lebte er zurückgezogen in Berlin. 1938 unternahm er gemeinsam mit seinem Sohn Justus eine Studienfahrt in die englischen und französischen Kolonien in Afrika. Weder in seiner publizistischen Arbeit noch anderweitig (keine Mitarbeit an den gleichgeschalteten Organisationen) biederte er sich den neuen Machthabern an. R. lehnte das NS-Regime zweifellos ab, stand aber Teilen seiner Ideologie und Politik durchaus nahe: Volksgemeinschaft, Führerstaat, Untermenschenthese, Ostpolitik, Antibolschewismus, »Wehrhoheit«, Rheinlandbesetzung, Rückkehr des Saargebietes, Anschluß Österreichs, Beendigung der Reparationsleistungen, Kampf gegen Polen. Erst nach der Ende 1939 durchgeführten Umsiedlung des baltischen Deutschtums verurteilte R. die nationalsozialistische Außenpolitik endgültig. In seiner Publizistik ist ab diesem Zeitpunkt eine wachsende Kritik an der Politik Hitlers festzustellen (z.B. Ukrainepolitik), wodurch er in Konflikt mit der Zensur geriet und seit dem Angriff auf die Sowjetunion überwacht wurde. Von 1945 bis zu seinem Tode 1956 lebte R. in Langenburg, ohne noch weiter als Publizist groß in Erscheinung zu treten. Allerdings hielt er an dem Ziel einer selbständigen Ukraine fest, in der er den Schlüssel zur Überwindung des Bolschewismus sah. Für seine Verdienste um die Vertretung der ukrainischen Interessen erhielt er 1949 von der Ukrainischen Freien Universität in München die Ehrendoktorwürde verliehen; und noch 1952 wurde er zum Ehrenpräsidenten der Deutsch-ukrainischen Gesellschaft ernannt. In diesem Engagement für eine freie Ukraine und der gleichzeitigen Sorge vor dem übermächtigen russischen Koloß zeigt sich neben dem ethischen Imperialismus die zweite Konstante in R.s Leben. - R.s berufliche Qualifikationen bzw. Tätigkeiten verschmolzen in seiner politischen Publizistik. Mit Recht wurde er als wohl meistgelesener Kommentator außenpolitischer Themen bezeichnet. Eine Position, die er von Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Weimarer Republik bewahren konnte. Allerdings gelang es R. nicht, dieser Stellung durchgängig gerecht zu werden. Innen- und parteipolitisch »naiv, ja weltfremd« (Bieber, 20), fehlte seinen außenpolitischen Maximen oftmals der Realitätsbezug. Ähnlich verhielt es sich mit dem zum Scheitern verurteilten Experiment seines »ethischen« Imperialismus, vertrat doch gerade R. in Deutsch-Südwestafrika die »völlige Aufhebung der nationalen Identität der Schwarzafrikaner« (Gründer, Geschichte, 124) und die möglicherweise notwendige Vernichtung eines »schlechthin kulturunfähigen, räuberischen Eingeborenenstammes« (Melber, 86). Diese Vorstellungen können allerdings nur im Rahmen der damaligen Zeitumstände, des deutschen Aufbruchs zur Weltpolitik und der kolonialen Konkurrenz, angemessen gewürdigt werden. Immerhin hinderte R. seine zeitlebens festgehaltene Vorstellung eines engen Zusammenhangs von Christentum und Politik daran, in das nationalsozialistische Lager überzuschwenken. In dieser Herausforderung bewährte sich sein Rechtsstaatsdenken - auch bei partieller Übereinstimmung mit nationalsozialistischen Zielvorstellungen, wie sie für das nationaldenkende Bildungsbürgertum nicht ungewöhnlich war. R. bewahrte seine moralisch-politischen Vorbehalte gegenüber der Hitlerdiktatur bis zu ihrem Untergang. R.s Aktivitäten - von der Wilhelminischen Zeit bis zur Ära Adenauer - entziehen sich demnach einer summarischen Beurteilung. Dem pauschalen Vorwurf des Opportunismus durch seinen ehemaligen Mitarbeiter Weisbach (Geist, 144 f.) ist nicht zuzustimmen: Mehrfach opferte R. an entscheidenden Wegmarken seines Lebens Karrierechancen der Bewahrung des eigenen Standpunktes. So oszilliert die Bewertung R.s weiterhin zwischen den Polen »Kulturchauvinismus und Rassenmachiavellismus« (Gründer, Mission, 110) und »`aufgeklärtem' Imperialismus« (Nipperdey, 681), je nach Blickrichtung und politischem Standort des Betrachters. R. bleibt nach wie vor eine umstrittene Figur der deutschen Geschichte des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts. - Die Autobiographie R.s kann wegen der Eliminierung jeglicher kritischer Anmerkungen nur als »Rechtfertigungsbuch« (Bieber, 18) betrachtet werden, das zur Erklärung seines Wirkens wenig ergiebig ist. Gut erforscht ist dagegen durch Mogk die Zeit vom Beginn der publizistischen Tätigkeit R.s bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Die ältere Arbeit von Maibaum ist dadurch jetzt weitgehend überholt. Die langjährige Verbindung mit Friedrich Naumann und dessen Organ »Hilfe« wird durch Heuss beschrieben. Zu R.s Imperialismuskonzept und seiner Tätigkeit in Deutsch-Südwestafrika sind neben Mogk vor allem Dehio, Bley, Schiefel, Smith, Hammer und Gründer heranzuziehen. Für die Zeit des Ersten Weltkrieges existiert keine spezielle Literatur über R. Diese Forschungslücke kann durch Prinz Max von Baden, Thimme, Fischer (Griff nach der Weltmacht), Petzold und Gutsche nur unvollkommen geschlossen werden. Biographie und Publizistik R.s in der Weimarer Republik wurden durch Bieber kritisch analysiert. Ergänzend dazu sind für diesen Zeitraum Opitz, Jonas, Hildebrand, Albertin, Stephan, Heß, Schüren und Fritsch einschlägig. Die Zeit der NS-Diktatur und die Jahre von 1945 bis 1956 werden aufgrund der zurückgehenden Bedeutung R.s bei Bieber marginal behandelt. Die Ost- und Ukrainepolitik R.s wird von Meyer, Laqueur und vor allem Borowsky untersucht. - Bei der Zerstörung seiner Berliner Wohnung wurde der größte Teil des R.schen Nachlasses vernichtet; ein Teilnachlaß befindet sich im Besitz der Familie, Nachlaßplitter finden sich im Bundesarchiv in Koblenz und im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München (Zeitungsausschnitte). Es ist nicht möglich die unzähligen Veröffentlichungen R.s (vor allem Zeitungs- und Zeitschriftenartikel) hier vollständig aufzuführen; es werden daher primär selbständige Schriften angeführt. Sein Biograph Walter Mogk bereitet eine separate R.-Bibliographie vor (über 2500 Titel).
Werke: Die alexandrinischen Patriarchen als Großmacht in der kirchenpolitischen Entwicklung des Orients, Teildr. Diss. phil. (Berlin) 1891; »Geboren von der Jungfrau«, Berlin 1894; 19055; Der Schluss des Markusevangeliums, der Vier-Evangelien-Kanon und die kleinasiatischen Presbyter, Berlin 1894; Das Bekenntnis zum geschichtlichen Christentum gegenüber der Bedrohung unserer Religion durch die orthodoxe Auffassung von der heiligen Schrift, Berlin 1895; Die Berichte über die Auferstehung Jesu, o.O. 1898 (Diss. theol. Strassburg 1898); In Turan und Armenien auf den Pfaden russischer Weltpolitik, Berlin 1898; Das »Größere Deutschland« in Moral und Politik I u. II, in: Mitt. des Evangelisch-sozialen Kongresses, Februar 1900, 9. Folge, Nr. 1, 2-4 u. März 1900, 9. Folge, Nr. 2, 14-16; Im vorderen Asien. Politische und andere Fahrten, Berlin 1901; Im Lande Jahwehs und Jesu. Wanderungen und Wandlungen von Hermon bis zur Wüste Juda, Tübingen 1901; 19112; Persien und die deutschen Interessen (Abt. Berlin-Charlottenburg der Deutschen Kolonial-Gesellschaft, Verhh. 1901/02 Heft 1), Berlin 1901; Die Bagdadbahn, Berlin 1902; 19112; Die wirtschaftliche Bedeutung Westasiens (Angewandte Geographie, Serie 1, Heft 2), Halle 1902; 19082; Das Finanzsystem Witte (Sonderabdr. aus: PrJ), Berlin 1902; Vom Kaukasus zum Mittelmeer. Eine Hochzeits- und Studienreise durch Armenien, Leipzig 1903; Deutschland unter den Weltvölkern. Materialien zur auswärtigen Politik, Berlin-Schöneberg 1903; 19215; Die russische Weltmacht in Mittel- und Westasien (Monographien zur Weltpolitik 1), Leipzig 1904; Deutsch Südwest-Afrika ein Ansiedlungs-Gebiet?, Berlin (1905); 19102; Deutsche Kolonialwirtschaft, Bd. I: Südwest-Afrika, Berlin 1907; Die Kolonie (Die Gesellschaft 9), Frankfurt/M. (1907); Wie machen wir unsere Kolonien rentabel? Grundzüge eines Wirtschaftsprogramms für Deutschlands afrikanischen Kolonialbesitz, Halle 1907; Die afrikanischen Kolonien Deutschlands (Leitfaden der Kolonialkunde. Für die Hand des Lehrers, Heft 1), Stuttgart 1908; Um Bagdad und Babylon. Vom Schauplatz deutscher Arbeit und Zukunft im Orient, Berlin 1909; Kulturpolitische Grundsätze für die Rassen- und Missionsfragen (Dt. Kolonialwirtschaft Einl.Bd.), Berlin-Schöneberg 1909; Das politische Krisengebiet Europas 1908-1909 (Ein Nachtrag zu Deutschland unter den Weltvölkern), Berlin-Schöneberg 1909; Deutsch-chinesische Studien, Berlin 1909; Aus Südwestafrikas schweren Tagen. Blätter von Arbeit und Abschied, Berlin 1909; Zur Diamamtenfrage. Ein Wort für Südwestafrika und die Südwestafrikaner, Berlin 1910; Der chinesische Fuß (Volksschrr. des allgemeinen ev.-prot. Missionsvereins 9), Heidelberg 1910; (Hrsg.), Deutsche Kulturaufgaben in China. Beiträge zur Erkenntnis nationaler Verantwortlichkeit, Berlin-Schöneberg 1910; Der chinesische Zopf (Volksschrr. des allgemeinen ev.-prot. Missionsvereins 10), Heidelberg 1910; Offener Brief an Se. Exzellenz den Herrn Staatssekretär des Reichskolonialamts Dr. v. Lindequist, Berlin 1911; Das »Größere« Deutschland, in: Der Deutsche Staatsbürger, (hrsg.) von Arthur Schröter, Leipzig 1911, 319-361; Dernburg und die Südwestafrikaner. Diamantenfrage, Selbstverwaltung, Landeshilfe, Berlin 1911; Das deutsche Kolonialwesen (Handelshochschul-Bibliothek 13), Leipzig 1911; Land und Leute in Südwest (Benzingers Sammlung von Lichtbildern für den Unterricht und für öff. Vortr. Texthefte), Stuttgart (1911); Deutschland in China voran!, Berlin 1912; Der deutsche Gedanke in der Welt, Düsseldorf-Leipzig o.J. (1912); 19143; Neubearbeitung 1920; Neubearbeitung 1940; 19423; Die Geschichte der Menschheit, Königstein/Ts. 1914; 1922 (124. Tsd.); Die deutschen Kolonien. Ein Bilderbuch aller deutschen Kolonien, Dachau 1914; Warum es der deutsche Krieg ist! (Der deutsche Krieg 1), Stuttgart 1914; Der Krieg und die deutsche Politik, Dresden 1914; 19152; Was will Rußland? (Vortrr., gehalten im Hamburger Volksheim 4), Hamburg 1914; Zum Weltvolk hindurch, Stuttgart 1914; Bismarck und wir, München 1915; Unter kurdischen Räubern (Weltall-Bibliothek 6), Karlsruhe (1915); Unsere koloniale Zukunftsarbeit, Stuttgart (1915); (Hrsg.), Das Baltenbuch. Die baltischen Provinzen und ihre deutsche Kultur, Dachau (1916); Deutschland und China nach dem Kriege. Deutschland und das chinesische Geistesleben (Schrr. des deutsch-chinesischen Verbandes 2), Berlin 1916; Massenverhetzung und Volkskrieg in Belgien, Berlin 1916; Deutschlands Lage in der Welt. Ein Ausblick (Vortrr., gehalten im Hamburger Volksheim 22), Hamburg 1916; P.R./Axel Schmidt, Rußland und wir. Gesammelte Aufss. aus der Wochenschr. für deutsche Welt- und Kolonialpolitik »Das Größere Deutschland« (Nationale Feldpost 1), Dresden 1916; Russische Selbstzeugnisse der Feindschaft (Die russische Gefahr 4), Stuttgart 1916; Weltpolitisches Wanderbuch 1897 - 1915, Königstein/Ts.-Leipzig 1916; Woher kam der Krieg? Wohin führt er? (Schrr. der »Deutschen Politik«), Berlin 1916; Der Kampf um Livland. Deutsch-russisches Ringen durch 7 Jahrhunderte (Weltkultur und Weltpolitik 11), München-Stuttgart 1917; Unser Kriegsziel im Osten und die russische Revolution (Kriegs- und Friedensziele 1), Weimar 1917; P.R./Axel Schmidt, Die russische Revolution (Die russische Gefahr 7), Stuttgart 1917; P.R./Joachim Kühn, Die Brandstifter der Entente (Chauvinismus und Weltkrieg 1), Berlin 1918; Die alldeutsche Gefahr (Der Tag des Deutschen 10), Berlin 1918; P.R./Martin Hobohm, Die Alldeutschen (Chauvinismus und Weltkrieg 2), Berlin 1919; (Hrsg.), Armenien. Beiträge zur armenischen Landes- und Volkskunde (hrsg.) auf Veranlassung der dt.-armen. Gesellschaft, Stuttgart 1919; Politische Erziehung (Das neue Geschlecht 3), Stuttgart 1919; Woher es kam, Stuttgart 1919; Das Zeugnis der 13 Tage, Hamburg (1919); Monarchie, Republik und politische Parteien in Deutschland, Stuttgart 1920; Die Beweise für die Verantwortlichkeit der Entente am Weltkrieg, Stuttgart 1921; Deutschlands Zukunft, in: Deutschlands Zukunft im Urteil führender Männer, (hrsg.) von Kl. Löffler, Halle 1921, 123-136; Gottes Herrschaft auf Erden, Königstein/Ts. 1921; Die Verantwortlichkeit am Weltkriege (Schrr. aus der deutschen demokratischen Partei in Sachsen), Leipzig 1921; Deutschland unter den Weltvölkern, in: Deutsche Staatsbürgerkunde. Eine grundlegende Darstellung der deutschen Lebensgemeinschaft für die Zwecke des staatsbürgerlichen Unterrichts und der staatsbürgerlichen Selbstbildung, (hrsgg.) von Adolf Bauser, Stuttgart 1922, 515-538; Bei den Deutschen in Latein-Amerika. Ein Reisebericht, Berlin (1923); Schlüssel der Zeit. Materialien zur Weltlage, Königstein/Ts. (1923); The German Workstudent, Dresden 1924; Amerika und wir. Reisebetrachtungen, Berlin (1925); Briefe über Demokratie und Pazifismus an ihre staatsmännischen Gegner und Freunde, Dresden-Berlin 1925; Die Länder und Völker der Erde (Weltkunde für Deutsche 2), Königstein/Ts. 1925; P.R./Ludwig Preise, Palästina und das Ostjordanland, Stuttgart 1925; Brasilien (Taschenbücher des Auswanderers), Berlin 1926; Deutschtum in Not! Die Schicksale der Deutschen in Europa außerhalb des Reiches, Berlin-Karlsruhe 1926; Die Vereinigten Staaten. Eine Studie für Amerikareisende und Auswanderer (Taschenbücher des Auswanderers), Berlin 1926; Deutsches Volkstum als Minderheit (Vom Deutschtum in der Welt 1), Berlin 1926; Deutscher kolonialer Wille? in: Für oder gegen Kolonien. Eine Diskussion in 10 Aufsätzen von Freunden und Gegnern des kolonialen Gedankens (Flugschrift des »Deutschen Gedankens«), Berlin (1928), 70-79; Der Tag des Untermenschen, Berlin (1928); 19292; Weltkunde für Deutsche, Königstein/Ts. 1929; Deutschland! Tod oder Leben?, München (1930); P.R./Gustav Roloff, Deutsche Volksgeschichte (Vom Deutschtum in der Welt 2), Berlin 1930; Das Deutschtum über See, Karlsruhe (1931); Erwachendes Asien. Geschautes und Gedachtes von einer Indien- und Ostasienreise, München 1932; Herr Reichskanzler von Papen - Lösen Sie auf!, München 1932; Protestanten, Nichtkatholiken, wählt Zentrum!, in: Kölnische Volkszeitung Nr. 176 vom 26.6.1932, 3; Weltkunde für den Deutschen (Schrr. zur völkischen Bildung), Königstein/Ts. 1933; 1940 (22. Tsd.); Koloniale Siedlung und Wirtschaft der führenden Kolonialvölker (Schrr. zur völkischen Bildung), Köln 1934; 19382; Weltwandern in der Weltenwende, München 1934; Deutsch-Afrika - Ende oder Anfang? Briefe an einen jungen Deutschen, Potsdam 1935; Deutschlands koloniale Forderung, Hamburg 1935; 19414; Der Gottesgedanke in der Welt. Antwort auf die Frage: Ist der Mensch lebensfähig, Berlin 1937; Deutsche Pflanzungen in Kamerun (Deutsches Ringen um kolonialen Raum 3), Hamburg 1937; Abriss des Deutschtums im Ausland und in den deutschen Kolonien (Schaeffers Abriss aus Kultur und Geschichte 7), Leipzig 1938; Politische Weltkunde für den Deutschen, Potsdam 1938; P.R./Justus Rohrbach, Afrika heute und morgen. Grundlinien europäischer Kolonialpolitik in Afrika, Berlin 1939; 19412; Danzig, die deutsche Stadt, Königstein/Ts. 1939; Balkan - Türkei. Eine Schicksalszone Europas, Hamburg 1940; Osteuropa, historisch-politisch gesehen, Teil 1: Osteuropa, Potsdam 1942; P.R. 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