SCHIRRMACHER, Friedrich Wilhelm, * 28.4. 1824 in Danzig † 19.6. 1904, Rostock, galt bei seinem Tod als »Einer der bekanntesten und ausgezeichnetsten Historiographen Deutschlands«. Für die Reformationsforschung wurde er als Entdecker und Herausgeber der Akten und Verlaufsprotokolle der Marburger Religionsgespräche bekannt. Er wurde als einziges Kind von Carl Friedrich Schirrmacher (1790-1827), erster Oberlehrer (= Schuldirektor) an der Petrischule in Danzig und Emilie Charlotte von Modrach, (?-1827), Tochter des Oberstleutnant Gottlieb von Modrach, geboren. Da die Mutter früh gestorben war, wurde der Junge bis zu seinem achten Jahr in Breslau bei den Großeltern erzogen, kam dann auf die Danziger Petrischule und darauf auf das Gymnasium in Danzig, wo er 1845 die Reifeprüfung bestand. WS 1845-1846 bis WS 1846/1847 studierte er Geschichte und Philosophie in Berlin, wo er bereits unter den Einfluß von Leopold von Ranke (1795-1886) geriet. Im SS 1846 und WS 1846/1847 studierte er dieselbe Fächer in Bonn, wo er vor allem den Historiker Ernst Moritz Arndt (1799-1875) und den Klassischen Philologen Karl Ludwig von Urlichs (1813-1889) hörte und in der Burschenschaft Franconia aktiv war. Nach zwei Semester kehrte er nach Berlin zurück und hörte dort vor allem die Historiker Theodor Hirsch (1806-1881) und Siegfried Hirsch (1816-1860), sowie zusätzlich Philosophie und Geographie. Er gehörte fortan zum engeren Schüler und Freundeskreis Rankes, bei dem er 1848 zum Dr. phil. promovierte und bestand 1849 die Staatsprüfung für das Lehramt. 1849-1854 war er Hilfslehrer am Friedrich Werderschen Gymnasium in Berlin, 1854-1866 Oberlehrer und ab 1863 Professor der Geschichte an der Königlichen Ritter-Akademie zu Liegnitz in Schlesien. In erster Ehe heiratete er 1855 Minna Rinck (1835-1863). In Liegnitz ließ er in den Jahren 1859 bis 1865 in vier Bänden seinen `Kaiser Friedrich II.' erscheinen, der ihm den Preis Wedekind-Stiftung an der Universität Göttingen und den Ruf nach Rostock verschaffte, und begann die Herausgabe des Urkundenbuches der Stadt Liegnitz bis zum Jahre 1455, ein Werk, das er 1866 in Rostock beendete. Außerdem hat er in den sechziger Jahren mehrere von ihm wesentlich veränderte Ausgaben der v. Seydlitzschen Schulgeographie herausgegeben. 1866 wurde er auf Vermittlung Rankes zum ordentlichen Professor der Geschichte an der Universität zu Rostock berufen. Auch seine beiden Vorgänger waren bereits Rankeschüler. 38 Jahre lang hat er in Rostock als einziger ordentlicher Professor das weite Gebiet der Geschichte vertreten und wurde zum Mittelpunkt des Rostocker Rankekultes. Nur am Anfang und am Ende unterstütze ihn ein Privatdozent bzw. a. o. Professor. Schirrmacher wurde zu einem festen Bestandteil der Universität Rostock, was sich in zahlreichen Ämtern und Ehrungen niederschlug. So war er der Reihe nach Zweiter (ab 1874), Erster und Ober-Bibliothekar (ab 1886) der Universitätsbibliothek, gehörte ab 1869 der Prüfungskommission für das Lehramt an höheren Schulen an und war ab 1871 Direktor des akademischen Münzkabinetts. Er bekleidete 1878/79 das Rektorat der Universität und war 1871/72 und 1893/94 Dekan der Philosophischen Fakultät. 1898 richtete die Universität eine Feier zu seinem 50jährigen Doktorjubiläum aus, am 29.5. 1904 wurde er Senior der Universität. Zur Beerdigung am 23.6. 1904 fielen die Vorlesungen aus, die Fahnen der Universität und Institute standen auf halbmast und ein feierlicher Zug der Universität geleitete ihn zur letzten Ruhe. In Rostock ließ er 1871 `Die letzten Hohenstaufen (Manfred, Konrad IV., Konradin)' und `Albert von Possemünster, genannt der Böhme' erscheinen. 1874 faßte er `Friedrich II.' und `Die letzten Hohenstaufen' nochmals kürzer zusammen für die `Deutsche Nationalbibliothek'. Mit den Studien über die Hohenstaufen hängt auch die Schrift `Die Entstehung des Kurfürstenkollegiums' (1874) zusammen. Daneben aber hatte er sich spanischen Forschungen zugewendet, und so erschien 1881 der 1. Band seiner Geschichte von Spanien in der Heeren-Ukertschen Sammlung, der mit dem 12. Jahrhundert beginnt; 1890 bis 1902 folgten drei weitere Bände, die die spanische Geschichte bis 1516 fortführten. In seinen Vorlesungen gab er in regelmäßigem Zyklus Überblicke über weite Abschnitte der griechischen und römischen Geschichte, der deutschen Reichsgeschichte in Mittelalter und Neuzeit und der europäischen Geschichte Überblick einschließlich der französischen Revolution und zum Teil bis in die Gegenwart. Auf dieser Linie liegen auch die monumentalen 4 Bände der Geschichte von Spanien. Schirrmacher erfreute sich des Rufs eines überaus beliebten Lehrers. Sein Arbeitseinsatz war enorm. »Zum Nichtstun war er nicht geboren« (Klüßendorf). Der Umfang der Universität gestattete die Anstellung mehrerer Historiker nicht, so mußte er das ganze, große Gebiet der Geschichte allein vertreten, nur hin und wieder haben ihm Hilfskräfte zur Seite gestanden. Schirrmacher hat eine ausgedehnte wissenschaftliche Tätigkeit entfaltet, wobei trotz seiner gewissenhaften Quelleneditionen seine Stärke nicht im Detail, sondern im Erfassen großer Zusammenhänge lag. Insbesondere seine Werke über die Hohenstaufen erfreuen sich großer Popularität, dermaßen, daß der verstorbene Gelehrte nicht nur in akademischen Kreisen unter dem Namen `Hohenstaufen'-Schirrmacher weit und breit bekannt war. Bis in die letzte Zeit seines Lebens hatte `der alte Schirrmacher' sich eine staunenswerte Arbeitsfreudigkeit und Rüstigkeit bewahrt, was sich besonders an seinem 80. Geburtstag zeigte, der mit zahlreichen Ehrungen seiner großen Schülerschaft begangen wurde. »Die bisweilen festgestellte `Verkrustung' der Rostocker Geschichtswissenschaft an der Person von Schirrmacher festzumachen, wäre unbillig, sie liegt vielmehr in der Zeit begründet, die, überkommenen Vorstellungen folgend, einen fast Achtzigjährigen unter der vollen Last seiner Ämter beließ. Schirrmacher war noch Vertreter des universitären Polyhistors, wie die Breite seiner umfassende Periodenüberblicke bieten den Lehrveranstaltungen von der Antike bis zur Gegenwart zeigt. Die andernorts andernorts längst vollzogene Auffächerung der historischen Forschung und Lehre nach Perioden war in der sparsamst wirtschaftenden Landesuniversität eine Entwicklung, die erst nach der Jahrhundertwende einsetzen konnte. Schirrmacher sperrte sich nicht hiergegen, sondern war selbst um fachliche Entlastung bemüht. Unter eingetretenen Fehlentwicklungen litt Schirrmacher.« (Klüßendorf) Schirrmacher gehörte zu dem jüngeren Kreise der Schüler und Jünger, die in Leopold von Ranke (1795-1886) ihren Lehrer und Meister verehrten. Mit ihm starb einer der letzten Schüler und Freunde Rankes dahingegangen, der auch vollständig an der Geschichtsauffassung seines verehrten Meisters festhielt. Als Student in Berlin hatte er zu jenem engeren Kreise gehört, den Ranke um sich versammelt hatte, und sicher war er eins der treuesten Glieder dieses Kreises. `Wir waren wie eine Familie', sagte Schirrmacher selbst. »Zu sagen, wie es wirklich gewesen ist«, darin sah er mit Ranke die Aufgabe des Historikers in Wort und Schrift. Häufig hörte man ihn bei geschichtlichen Erörterungen sagen: `Man muß die Dinge nehmen, wie sie sind, das ist es!' »Die moderne Auffassung, die aus dem sozialen Milieu die Geschichte sich entwickeln läßt, lehnte er mit Entschiedenheit ab und hob die Bedeutung der Persönlichkeit für die historische Entwicklung der Weltbegebenheiten mit allem Nachdruck hervor, wie er denn auch in seiner literarischen Tätigkeit sich mit Vorliebe und Geschick der Darstellung großer Persönlichkeiten gewidmet hat.« (Ernst Schäfer). »Der Historiker Schirrmacher war ein charakteristischer Vertreter seiner Epoche in reichsgeschichtlicher, zum Teil im romantischen Stil der Zeit die Herrscherpersönlichkeiten verklärender Ausrichtung. Die Arbeiten zu den letzten Hohenstaufen sind durch neue Forschungen, in denen Schirrmacher zum Teil nicht mehr zitiert wird, ersetzt. Von den Werken haben, wie bei vielen Historikern, diejenigen Bestand, welche, wie das Liegnitzer Urkundenbuch oder die Arbeit zum Marburger Religionsgespräch, als Editionen unverzichtbare Quellen überliefern oder die dank feiner Darstellung und guter Beobachtung (für die sich in den Arbeiten mancher Kritiker Parallelen finden) auf souveräner Meisterschaft im Umgang mit den Quellen beruhen.« (Klüßendorf) Schirrmacher befaßte sich nicht nur im Schuldienst, sondern auch an der Universität mit Geographie, nicht nur in einführenden Artikeln (1857-1868) in der in zahlreichen Auflagen erschienener, einschlägigen Seydlitzschen Schulgeographie, sondern auch durch Vorlesungen. Auch in seinen Vorlesungen über die europäischen Entdeckungen in Übersee behandelte er geographische Aspekte und prüfte das Fach Geographie. 1871 verlieh ihm der König von Bayern das `Ritterkreuz erster Klasse des Verdienst Ordens vom heiligen Michael' für die `Geschichte der letzten Hohenstaufen'. 1880 wurde er Ordentliches Mitglied des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. 1897 erhielt er die `Gedächtnißmedaille für den Großherzog Friedrich Franz III.' vom mecklenburgischen König, 1898 das `Comthurkreuz des Großherzoglichen Hausordens der Wendischen Krone'. In Rostock fand er 1869, nachdem er in Liegnitz Witwer geworden war, ein neues Familienglück durch die Heirat mit Marie Wilhelmine Antonie Caroline Floerke (1850-1939), Tochter von Gustav Friedrich Albrecht Bernhard Floerke (1818-1851), Senator in Rostock und Minister in Schwerin, bis zu seinem Tod. Schirrmacher war zeitlebens von einer tiefen, reformierten Frömmigkeit geprägt, die er von seinem Vater ererbt hatte, der der reformierten Gemeinde in Danzig angehörte. Das wird am deutlichsten in einem während seiner Berliner Lehrerzeit gedruckten Vortrag `Über Bentleys Predigten gegen den Atheismus', den er noch in seinem Todesjahr neu herausgeben wollte. Schirrmacher behandelt deswegen wie sein Lehrer Ranke die Glaubens- und Geistesgeschichte umfangreich als selbstverständlichen Bestandteil der Geschichte allgemein. Mit der Herausgabe seiner `Briefe und Akten zur Geschichte des Religionsgesprächs zu Marburg 1529 und des Augsburger Reichstages 1530' (1876) betrat er wie Ranke das Gebiet der Reformationsgeschichte. Hierher gehört auch sein mit auf Wunsch des Großherzogs Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin geschriebenes zweibändiges Werk `Johann Albrecht I., Herzog von Mecklenburg.' (1885). Hierher gehört auch seine Arbeit `Albert von Possemünster, genannt der Böhme, Archidiakon von Passau' (1871). Eine Arbeit über die Geschichte der Klosterkirche zum Heiligen Kreuz in Rostock ist ebenso nicht mehr zum Abschluß gekommen, wie seine Lebenserinnerungen.
Bibliographie: Keine bekannt.
Werke: Commentarii de rebus a Johanne rege Bohemiae gestis Berlin, 1848 (Diss.); Friedrich II, 4 Bde., Göttingen, 1859-1865; König Heinrich der Hohenstaufe, Liegnitz, 1856; »Zur Verständigung ...«, Ernst v. Seydlitz, Schul-Geographie, 8. wes. verb. Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 18578; 18609; 186210, S. I-IV; »Vorwort«, Ernst v. Seydlitz, Kleine Schul-Geographie. Kleinere Ausg. der 10. Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 186210, 1. - 2. S.; »Einleitende Worte«, Ernst v. Seydlitz, Kleine Schul-Geographie. Kleinere Ausg. der elften Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 186511, 1. - 2. S.; Urkundenbuch der Stadt Liegnitz und ihres Weichbildes bis zum Jahre 1455, Liegnitz, 1866; Friedrich-Wilhelm Schirrmacher. »Ambrosius Bitschen, der Stadtschreiber von Liegnitz und der Liegnitzer Lehnsstreit«, Einladungsschrift zur Feier des Geburtsfestes Sr. Majestaet des Königs der Königlichen Ritter-Akademie zu Liegnitz, Liegnitz, 1866, 1-50; Friedrich-Wilhelm Schirrmacher, Ambrosius Bitschen, der Stadtschreiber von Liegnitz und der Liegnitzer Lehnsstreit, Liegnitz 1866; »Zur Verständigung ...«, Ernst v. Seydlitz, Schul-Geographie. 11. wes. verbess.Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 186711. S. I-IV; »Einleitende Worte«, Ernst v. Seydlitz, Schul-Geographie. 12. allseitig verb. Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 186812. 3-5; Beiträge zur Geschichte Kaiser Friedrich II., Göttingen, 1871; Die letzten Hohenstaufen, Göttingen, 1871; Albert von Possemünster, genannt der Böhme, Archidiacon von Passau, Weimar, 1871; (Hrsg.) Beiträge zur Geschichte Mecklenburgs vornehmlich im dreizehnten Jahrhundert. Ernst Rostock, 1872; Die Entstehung des Kurfürstenkollegiums, Berlin, 1874; »Friedrich Wilhelm der große Kurfürst«, Mecklenburgische Zeitung (Schwerin) Nr. 57 vom 28.2.1875, 1-2 (Titelblatt und Rückseite); (Hrsg.) Beiträge zur Geschichte Mecklenburgs vornehmlich im dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert. Band 2, Rostock, 1875; Ernst von Kirchberg, kein Mecklenburger, sondern Thüringer (selbständig und als Lieferung zu: Beiträge zur Geschichte Mecklenburgs, Bd. 2), Rostock, 1875; Briefe und Acten zu der Geschichte des Religionsgespräches zu Marburg 1529 und des Reichstages zu Augsburg 1530, Gotha, 1876. 574 S.; Geschichte von Spanien. Vierter Band. Geschichte Castiliens im 12. und 13. Jahrhundert. Geschichte der europäischen Staaten (hrsg. von A. H. L. Heeren, F. A. Ukert, W. v. Giesebrecht), Gotha, 1881. 714 S.; Geschichte von Spanien. Fünfter Band. Geschichte Spaniens vornehmlich im 14. Jahrhundert. Geschichte der europäischen Staaten (hrsg. von A. H. L. Heeren, F. A. Ukert, W. v. Giesebrecht), Gotha, 1890. 555 S.; Johann Albrecht I., Herzog von Mecklenburg. 2 Bde. Wismar, 1885. 791 S.+ 403 S. [Bd. 2: Beilagen]; »Richard von Cornwall«, Allgemeine Deutsche Biographie. Bd. 28, München, 18891, 412-413; »Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin«, Anton Ohorn. Deutsches Fürstenbuch: Lebensbilder der zeitgenössischen deutschen Regenten, Leipzig, 1890, 105-114; »Großherzog Friedrich Franz III. von Mecklenburg-Schwerin«, Anton Ohorn. Deutsches Fürstenbuch: Lebensbilder der zeitgenössischen deutschen Regenten, Leipzig, 1890, 147-148; Geschichte von Spanien. Sechster Band: Vom Tode Don Pedros des Grausamen (1369) bis zur Eroberung von Granada (1492). Geschichte der europäischen Staaten (hrsg. von A. H. L. Heeren, F. A. Ukert, W. v. Giesebrecht). Gotha, 1893. 746 S.; Geschichte von Spanien. Siebter Band: Von der Eroberung Granadas (1492) bis zum Tode Don Fernandos des Katholischen (1516). Geschichte der europäischen Staaten (hrsg. von A. H. L. Heeren, F. A. Ukert, W. v. Giesebrecht, K. Lamprecht). Gotha, 1902. 710 S.; »Prag und seine Wandlungen«, Wissenschaftliche Beilage der Leipziger Zeitung (1903) Nr 7 (20.1.1903) 1-2 Nachdrucke nach 1945: Briefe und Acten zu der Geschichte des Religionsgespräches zu Marburg 1529 und des Reichstages zu Augsburg 1530, New York, 1966; Briefe und Acten zu der Geschichte des Religionsgespräches zu Marburg 1529 und des Reichstages zu Augsburg 1530. Amsterdam, 1968; »Richard von Cornwall«, Allgemeine Deutsche Biographie. Bd. 28, Berlin, 1970, 412-413; Die Entstehung des Kurfürstenkollegiums, Aalen, 1974 (Nachdruck von Otto Janke: Berlin, 1874). 140 S. Als Bearbeiter: Ernst v. Seydlitz, Schul-Geographie. 8., wesentlich verb. Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 18578; Ernst v. Seydlitz, Schul-Geographie. 9., wesentlich verb. Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 18609; Ernst v. Seydlitz, Schul-Geographie. 10., wesentlich verb. Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 186210; Ernst v. Seydlitz, Kleine Schul-Geographie. Kleinere Ausg. der 10. Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 186210; Ernst v. Seydlitz, Schul-Geographie. 11., wesentlich verb. Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 186217; Ernst v. Seydlitz, Kleine Schul-Geographie. Kleinere Ausg.. 12. allseitig verb. Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 186511; Ernst v. Seydlitz, Schul-Geographie. 12, allseitig verb. Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 186812; Ernst v. Seydlitz, Kleine Schul-Geographie. Kleinere Ausg.. 12., allseitig verb. Bearb. des Leitfadens für den geographischen Unterricht, Breslau, 186812.
Lit.: Joh. Aloys Odenkirchen (Hrsg.), Amtliches Verzeichnis des Personals und der Studirenden auf der Königlichen Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn für das Winter-Halbjahr 1846-47, Bonn, 1846 (unter »Schirrmacher«); - Beilage Nr. 16 der Neuen Preußischen (Kreuz-) Zeitung (Berlin) vom 19.1.1862, S. 1 (Titelblatt); - »Wissenschaftliche Vorträge«, Mecklenburgische Zeitung (Schwerin) Nr. 53 vom 4.3.1872. S. 1 (Titelblatt) (Über einen Vortrag am 2.3.1872 in Schwerin); - Leopold v. Ranke, Zur eigenen Lebensgeschichte, hrsg. von Alfred Dove, Sämmtliche Werke, Bd. 53/54, Leipzig 1890, 437+541; - Quartalsberichte des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Alterthumskunde 47 (1882) 1: 33; - Richard Kukula (Hrsg.). Bibliographisches Jahrbuch der deutschen Hochschulen 1892, Innsbruck, 1892. 809 (unter Friedrich Wilhelm Schirrmacher); - N. N. »Schirrmacher, Friedr. Wilh.«, Brockhaus' Konversations-Lexikon. 16 Bd. Bd. 14, Leipzig, 189514. 467-468; - If. »Friedrich Wilhelm Schirrmacher«, Illustrirte Zeitung 122 (1904) Nr. 3183 (30.6.1904): 970; - Ernst Schäfer. »Friedrich Schirrmacher«, Historische Vierteljahrsschrift 8 (1904) 3: 454-457; - A. Vorberg. »Schirrmacher, Friedrich Wilhelm«, Anton Bettelheim (Hrsg.). Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog. Bd. 9 (zu 1904), Berlin, 1906, 76-78; - Anton Bettelheim. »Schirrmacher, Friedrich Wilhelm«, Anton Bettelheim (Hrsg.). Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog. Bd. 10 (zu 1905), Berlin, 1907, 101*; - Buschmann. »Die Rostocker Universität«, Rostocker Anzeiger vom 1.4.1906 (Jubiläums-Ausg.). 4.-6. Seite; - Emil Franzel. König Heinrich VII. von Hohenstaufen: Studien zur Geschichte des `Staates' in Deutschland. Verlag der Deutschen Gesellschaft der Wissenschaft und Künste für die Tschechoslowakische Republik, Prag, 1929, 12; - Leopold von Ranke. Neue Briefe, Hamburg, 1949. 423+432; - Karl H. Lampe, »Schirrmacher, Friedrich Wilhelm. * Danzig 1824. IV. 28 + Rostock 1904. VI. 11.«, Christian Krollmann, Kurt Forstreuter, Fritz Gause (Hrsg.). Altpreußische Biographie. Band II, Marburg, 1967, 612; - Gunter Berg, Leopold von Ranke als akademischer Lehrer, Göttingen 1968, 237 u.ö.; - Konrad Canis u. a. »1789-1917«, Gerhard Heitz u. a. (Hrsg.), Geschichte der Universität Rostock 1419-1969, Bd. 1, Rostock 1969, 85-153, bes. 139-140; - Helga Schulte, Gerhard Heitz, Karl-Friedrich Olechnowitz, »Die Entwicklung geschichtswissenschaftlicher Studien an der Universität Rostock seit Ende des 18. Jahrhunderts«, Wissenschaftliche Zeitschrift der Universität Rostock, Gesellschaftswissenschaftliche Reihe 20, 1970, H. 5, 355-375, bes. 364-365; - Wolfgang Weber, Biographisches Lexikon zur Geschichtswissenschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Frankfurt 19841, 19872. 515; - Gerhard Heitz, »Rostocker geschichtswissenschaftliche Dissertationen (1884-1945)«, in: Wissenschaftliche Zeitschrift der Universität Rostock, Gesellschaftswissenschaftliche Reihe 39, 1990, 1, 63-61, bes. 66-67; - Roderich Schmidt, »Zur Mecklenburgischen Reimchronik des Ernst von Kirchberg«, Hans Rothe u. a. (Hrsg.), Gedenkschrift für Reinhold Olesch, Mitteldeutsche Forschungen 100, Köln 1990, 70-101, bes. 72+79; - Niklot Klüßendorf, »Die Rostocker Universitätsmünzsammlung und der Schatz von Remplin«, in: Mecklenburgische Jahrbücher 109, 1993, 175-193; - Karl-Heinz Jügelt, »Bücher, Bibliothekare und Ereignisse in der 425jährigen Geschichte der Universitätsbibliothek Rostock«, in: 575 Jahre Universität Rostock, Rostock 1994, 40-69, bes. 56; - Niklot Klüßendorf, »Das Akademische Münzkabinett der Universität Rostock (1794-1944)«, in: Land am Meer- Pommern im Spiegel seiner Geschichte, Roderich Schmidt zum 70. Geburtstag, hrsg. von Werner Buchholz und Günter Mangelsdorf, Köln/Weimar/Wien 1995, 725-757, bes. 740-743; - Niklot Klüßendorf, »Schirrmacher, Friedrich Wilhelm«, Sabine Pettke (Hrsg.). Biographisches Lexikon für Mecklenburg. Bd. 2. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Mecklenburg, Reihe A, Rostock, 1999. 232-237.
Wichtige Rezensionen: Cf. »Zur Geschichts-Literatur. ... Kaiser Friedrich der Zweite ...«, S. 3. Neue Preußische Zeitung Nr. 166 vom 20.7.1859; - F. A. Voigt. »[Literarisches.] Neu erschienen: Kaiser Friedrich der Zweite von Dr. Fr. Wilh. Schirrmacher. 1. Band.«, Beilage zur Nr. 453 der Schlesischen Zeitung (Breslau) vom 29.9.1859, Titelblatt; - K. - D. »Schirrmacher, Dr. Fr. Wilh., Oberlehrer etc. in Liegnitz, Kaiser Friedrich der Zweite. 1. Bd.«, Literarisches Centralblatt für Deutschland (1860): 103-104; - K. - D. »Schirrmacher, Dr. Fr. Wilh., Oberlehr., Kaiser Friedrich der Zweite. 2. Bd.«, Literarisches Centralblatt für Deutschland (1862) (30): 624-625; - Cf. »Zur Deutschen Geschichte: Kaiser Friedrich der Zweite ...«, Beilage Nr. 16 der Neuen Preußischen (Kreuz-) Zeitung (Berlin) vom 19.1.1862, S. 1 (Titelblatt); - K. W. Nitzsch. »Schirrmacher, Oberlehr., Dr. Friedr. Wilh., Kaiser Friedrich II. Zweiter Band«, Historische Zeitschrift 7 (1862): 306-309; - r. »Die illustrirten Schulbücher«, Beilage Nr. 271 der Neuen Preußischen (Kreuz-) Zeitung (Berlin) vom 19.11.1862, S. 1 (Titelblatt); - Otk. Lz. »Schirrmacher, Dr. Fr. W., Kaiser Friedrich der Zweite. Dritter und vierter Band«, Historische Zeitschrift 15 (1866): 207-211; - W. Wattenbach. »Urkundenbuch der Stadt Liegnitz und ihres Weichbildes bis zum Jahre 1455«, Historische Zeitschrift NF 11 [21] (1869): 443-444; - N. N. »Schirrmacher, Dr. Friedr., Prof., Albert von Possemünster«, Literarisches Centralblatt für Deutschland (1872) 21 (25.5): 556-557; - Winkelmann. »Schirmacher, Dr. Friedr., Prof., Albert von Possemünster, genannt der Böhme, Archidiacon von Passau«, Historische Zeitschrift NF 14 [28] (1872): 159-164; - Cf. »Die letzten Hohenstaufen«, Beilage Nr. 217 der Neuen Preußischen (Kreuz-) Zeitung (Berlin) vom 17.9.1872, S. 1 (Titelblatt); - »Schirrmacher, Dr. Friedr., Prof, die letzten Hohenstaufen«, Literarisches Centralblatt für Deutschland (1872) 8 (24.2.): 182-183; - N. N. »Die letzten Hohenstaufen. Von Fr. Schirrmacher«, Deutsche Roman-Zeitung 9 (1872) 18: 368; - Heinrich von Sybel. »Schirrmacher, Professor an der Universität zu Rostock, Die letzten Hochenstaufen«, Historische Zeitschrift NF 14 [28] (1872): 431-440; - Cf. »Zur Geschichte Mecklenburgs«, Beilage Nr. 153 der Neuen Preußischen (Kreuz-) Zeitung (Berlin) vom 4.7.1873, S. 1 (Titelseite); - Literarisches Centralblatt für Deutschland (1873) 17 (26.4.): 517-518; - Prof. v. Schulte. »Das Kurfürsten-Collegium. Die Entstehung des Kurfürstencollegiums ...«, Theologisches Literaturblatt 9 (1874) Nr. 9 vom 25.4.1874. Sp. 204-206; - N. N. »Schirrmacher, Dr. Fr., Prof., Die Entstehung des Kurfürestencollegiums ...«, Literarisches Centralblatt für Deutschland (1874) 14 (4. 4.): Sp. 459-461; - F. Wigger. »Beiträge zur Geschichte Mecklenburgs ... Band 2 ...«, Mecklenburgische Anzeigen (Schwerin) Nr. 156 vom 8.7.1875 S. 1-2 (Titelblatt und Rückseite) und Nr. 157 vom 9.7.1875. S. 1 (Titelblatt); - K. Schulz. »Beiträge zur Geschichte Mecklenburgs ... Band 2 ...«, Jenaer Literaturzeitung 3 (1876) 6: 100-101; - Cf. »Zur Geschichte Mecklenburgs«, Sonntags-Beilage zur Neuen Preußischen (Kreuz-) Zeitung (Berlin) Nr. 23 vom 4.6.1876. S. 3; - Literarisches Centralblatt für Deutschland (1876) 1 (1.1.): 4-5; - F. Wigger. »Briefe und Acten zu der Geschichte des Religionsgespräches zu Marburg 1529 und des Reichstages zu Augsburg 1530 ...«, Mecklenburgische Anzeigen (Schwerin) Nr. 253 vom 28.10.1876. S. 1 (unten); - N. N. »Zur Geschichte des Religionsgesprächs zu Marburg 1529 und des Reichstags zu Augsburg 1530«, Neue Evangelische Kirchenzeitung (Berlin) 19 (1877): Sp. 525; - W. Wenck. »Briefe und Acten zu der Geschichte des Religionsgespräches zu Marburg 1529 und des Reichstages zu Augsburg 1530«, Historische Zeitschrift NF 2 [38] (1877): 184-186; - H. »Briefe und Acten zu der Geschichte des Religionsgespräches zu Marburg 1529 und des Reichstages zu Augsburg 1530 ...«, Literarisches Centralblatt für Deutschland (1877) 17 (21.4.): Sp. 558-559; - Williams and Norgate. »Geschichte Castiliens im 12. und 13. Jahrhundert. Von Dr. F. W. Schiermacher (sic)«, The Academy (1881) 504 (31.12.): 487-488; - August Sach. »Geschichte Castiliens im 12. und 13. Jahrhundert. Von Dr. Friedr. Wilh. Schirrmacher«, Deutsches Litteraturblatt 5 (1882): 36; - Hugo Landwehr. »Johann Albrecht I,. Herzog von Mecklenburg. Von Dr. Friedr. Wilhelm Schirrmacher ...«, Deutsches Litteraturblatt 7 (1884/1885): 71-72; - Jahresberichte der Geschichtswissenschaft 8 (1885) 3: 53+56+72; - Kluckhohn. »Friedrich Wilhelm Schirrmacher, Johann Albrecht I, Herzog von Mecklenburg«, Deutsche Litteraturzeitung 6 (1885) 43 (24.10.): 1519-1520; - Karl Müller. »Johann Albrecht I., Herzog von Mecklenburg, von Friedrich Wilhelm Schirrmacher, Professor an der Universität Rostock«, Rostocker Zeitung (1885) 202; - Julius Wiggers. »Johann Albrecht I., Herzog von Mecklenburg. Von Friedrich Wilhelm Schirrmacher«, Historische Zeitschrift NF 20 [56] (1886): 306-310; - K. L. »Schirrmacher, Dr. Fr. Wilh., Prof., Johann Albrecht I«, Literarisches Centralblatt für Deutschland (1886) 3 (9.1.): 85-86; - »Mecklenburgisches Urkundenbuch«, Literarisches Centralblatt für Deutschland (1886) 36 (28.8.): 1227-1228; - Jahresberichte der Geschichtswissenschaft 9 (1886) 2: 124; - Konrad Haebler. »Geschichte von Spanien. Von F. W. Schirrmacher. IV.«, Historische Zeitschrift NF 27 [63] (1889): 493-494; - C. »Geschichte Spaniens vornehmlich im 14. Jahrhundert von Dr. Friedr. Wilhelm Schirrmacher«, Deutsche Revue (Stuttgart) 16 (1891): 127-128; - »Friedrich Wilhelm Schirrmacher, Geschichte Spaniens, vornehmlich im 14. Jahrhundert«, Deutsche Litteraturzeitung 13 (1892) 14 (2.4.): 482-483; - P. F-r. »Schirrmacher, Dr Friedr. Wilh., Prof., Geschichte von Spanien. 5. Bd.«, Literarisches Centralblatt für Deutschland (1890) 34 (16.8.): 1164-1166; - Konrad Haebler. »Geschichte Spaniens vornehmlich im 14. Jahrhundert. Von Friedrich Wilhelm Schirrmacher«, Historische Zeitschrift NF 31 [67] (1891): 562-563; - Konrad Haebler. »Neuere Erscheinungen zur spanischen Geschichte aus den Jahren 1893 bis 1895«, Historische Zeitung 76 NF 40 (1895) 1: 515-528, darin S. 523; - Theodor Schott. Historische Zeitschrift NF40 [76] (1895): 523 (in »Literaturbericht«).