UTZ, Arthur Fridolin, O.P., bedeutender katholischer Sozialethiker, * 15.4. 1908 in Basel, † 18.10. 2001 in Fribourg. - Aus einfachen Familienverhältnissen stammend trat U. 1928 in den Dominikanerorden ein. Noch vor dem Krieg begann seine philosophische Lehrtätigkeit an der phil.-theol. Hochschule der Dominikaner in Walberberg/Bonn. U. promovierte im Jahre 1937 mit einer moraltheologischen Arbeit bei dem bedeutenden spanischen Thomisten Santiago Ramírez; Gegenstand der Dissertation war der innere Zusammenhang der moralischen Tugenden nach Thomas von Aquin. Im gleichen Jahr wurde U. von der "Congregatio de propaganda fide" zum Professor für Moraltheologie am Regionalseminar Foochow (China) ernannt. Damals bestand die Absicht, dieses Seminar zu einer theologischen Fakultät umzugestalten, aus der sich im Laufe der Zeit eine katholische Universität entwickeln sollte. Die Übernahme dieser Aufgabe wurde U. jedoch durch die politischen Verhältnisse unmöglich gemacht. So ging er an die Albertus-Magnus-Akademie nach Walberberg zurück, wo er Philosophie dozierte und nebenher Wirtschaftswissenschaft studierte. Während des Krieges war er, nach der Enteignung des Klosters durch die Gestapo und einem seine Person betreffenden Aufenthaltsverbot, Pfarrektor in der Erzdiözese Köln. Ende 1945 erfolgte die Berufung auf den neugegründeten Lehrstuhl "Ethik und Sozialphilosophie" in der philosophischen Fakultät der Universität Fribourg/Schweiz. Im Auftrage des Staatsrats Joseph Piller beteiligte sich U. an der Gründung des "Internationalen Instituts für Sozialwissenschaften und Politik", das er zusammen mit einem Professor der Wirtschaftspolitik, zu Beginn war es Eugène Bongras, bis zu seiner Emeritierung leitete. In seiner Eigenschaft als Institutsleiter gab U. ab 1949 die Zeitschrift "Politeia" heraus, die sich rasch zu einer Plattform der internationalen sozialwissenschaftlichen Diskussion entwickelte. Gründungsintention und Zielsetzung des Instituts war es, die katholische Soziallehre auf aktuelle politische und soziale Probleme anzuwenden. Piller dachte hierbei an die Neuerweckung der "Union de Fribourg", einer Vereinigung von katholischen Sozialwissenschaftlern und Politikern, die im 19. Jahrhundert in Fribourg an der Vorbereitung der Enzyklika "Rerum novarum" mitgearbeitet hatte. Das Institut sollte unter der Leitung eines Sozialphilosophen die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Juristen, Wirtschafts- und Politikwissenschaftlern verwirklichen. Zahlreiche Publikationen und Kongressveranstaltungen zeugen von der reichen Aktivität des Instituts. Nach der Emeritierung von U. (1978) wurde das Institut aus der Universität ausgegliedert, und man gab ihm entsprechend der Gründungsintention den Namen "Union de Fribourg - Internationales Institut für Sozial- und Politikwissenschaften". Seit 1945 war U. auch eng mit der nach dem Krieg wieder ins Leben gerufenen "Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie" verbunden. Neben Paul Trappe (Basel) ist ihm die weltweite Internationalisierung der Vereinigung zu verdanken. Die Vereinigung hat ihn deshalb 1979 zu ihrem Ehrenpräsidenten ernannt. U. war seit 1976 Präsident der "Internationalen Stiftung Humanum" und leitete in dieser Eigenschaft das "Scientia Humana Institut" in Bonn. Die Zielsetzung dieser Stiftung ist die Erfüllung des Auftrages der Pastoralkonstitution des II. Vatikanischen Konzils "Gaudium et spes", d.h. den Dialog zwischen Welt und Kirche zu fördern und zu diesem Zweck ein wirksames Forum zur Verfügung zu stellen. Daneben hatte U. den Vorsitz des "Instituts für Gesellschaftswissenschaften Walberberg" (Bonn) inne. - U. gehörte zu den bedeutendsten, wenngleich nicht unumstrittenen Vertretern der katholischen Soziallehre in ihrer wissenschaftlichen Ausprägung. Für die einen war er der konsequente Vertreter der metaphysisch angelegten philosophia perennis, für andere zählte er zu den letzten Vertretern einer bereits überwundenen Neuscholastik. Nach dem Tode Oswald von Nell-Breunings S.J. galt er als der Nestor der katholischen Sozialethik. Dank seiner Belesenheit überblickte er wie kaum ein anderer das Schrifttum zu den verschiedensten Themenbereichen der Sozialethik. Er machte dieses nicht nur dem deutschsprachigen, sondern auch einem internationalen Leserkreis in einer mehrsprachig angelegten und mit einem umfangreichen Rezensionsteil versehenen elfbändigen Bibliographie bekannt. Seit dem Zweiten Weltkrieg publizierte er zahlreiche Bücher und Artikel. Sie bemühten sich sowohl um die wissenschaftliche Fundierung der katholischen Soziallehre als auch um die Anwendung dieser Lehre auf die Wirklichkeit. Übersetzungen machten seine Arbeiten im englischen, französischen und besonders im spanischen Sprachraum bekannt. Sein Buch "Zwischen Neoliberalismus und Neomarxismus" wurde zusätzlich ins Portugiesische, Japanische und Chinesische übersetzt. In einem mehrbändigen Werk erschloß er seiner Disziplin die Quellentexte der katholischen Soziallehre, wie sie in den Verlautbarungen des päpstlichen Lehramtes und der einschlägigen Literatur vorliegen. U. verstand sich aber nicht nur als Kommentator oder Interpret der Sozialenzykliken, deren "Wertkern" er erschließen wollte. Immer wieder griff er aktuelle Problemstellungen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf, um an die Prinzipien einer christlich verantworteten Weltgestaltung zu erinnern. U. suchte bewußt die - oftmals von ausdrücklich bezeugtem Respekt geprägte - wissenschaftliche Auseinandersetzung mit weltanschaulich anders begründeten Theorien, um in der Abgrenzung von ihnen die charakteristischen Merkmale des an bestimmten Werten orientierten christlichen Standpunkts deutlicher hervortreten zu lassen. U. griff dabei immer wieder auf das Werk Thomas von Aquins zurück, das ihn zeitlebens wesentlich beeinflußte. Das Denken des Aquinaten faszinierte ihn wegen seiner Präzision. Die verschiedenen Thomaskommentare bezeugen diese überaus intensive Auseinandersetzung. - U. arbeitete intensiv im interdisziplinären Gespräch der Rechts-, Wirtschafts- und Politikwissenschaft mit; aber auch über den Bereich der Wissenschaft hinaus bedienten sich kirchliche und weltliche Gremien seines Sachverstandes. Als Berater und Gutachter schätzen ihn viele Institutionen in Politik und Wirtschaft. Besonderen Einfluß gewann U. in Spanien. Der von ihm 1976 in Madrid organisierte Kongreß über die christliche Konzeption der pluralistischen Demokratie wurde von den Kommentatoren als Unterstützung der damals einsetzenden Entwicklung Spaniens zur parlamentarischen Demokratie gewertet. - Durch eine Vielzahl von Kongressen vermittelte er das Gespräch zwischen wissenschaftlicher Theorie und konkreter Praxis. Im Heiligen Jahr 1950 organisierte sein Institut im Auftrag des Vatikans den Kongreß über die soziale Ordnung, in dessen Rahmen Pius XII. seine berühmt gewordene Ansprache zur Mitbestimmung hielt. 1958 übte der Mittelstandskongreß von Madrid unmittelbaren Einfluß auf die Ausformulierung der deutschen Mittelstandspolitik aus. Seit Ende der siebziger Jahre richtete U. für die Internationale Stiftung Humanum regelmäßig stattfindende Kongresse aus, die zu jeweils aktuellen Fragen der gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Ordnung Stellung bezogen. Themen waren Poppers Philosophie der offenen Gesellschaft, die Frage nach den Kriterien einer weltanschaulich orientierten Gesellschaftspolitik, die Analyse des Unternehmens als Grösse der Arbeitswelt, der Arbeitnehmer als Gesellschafter sowie der Vergleich zwischen neomarxistischer und pluralistischer Wirtschaftsordnung. Im Frühjahr 1991 organisierte Utz aus Anlaß des Zentenariums von "Rerum novarum" in Fribourg ein Symposion über das Verhältnis von katholischer Soziallehre und Wirtschaftsordnung. Eine außergewöhnliche Ehre erfuhr U. noch in hohem Alter: Papst Johannes Paul II. berief ihn zum Gründungsmitglied der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften. - Vielfach geehrt durch weitere kirchliche und weltliche Auszeichnungen - erwähnt sei hier nur die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät seiner Vaterstadt Basel - arbeitete U. bis ins hohe Alter an der Fertigstellung seines Hauptwerkes, der fünfbändigen "Sozialethik". Sie stellt die Summe seines sozialphilosophischen Denkens dar. U. entwarf unter Rückgriff auf die konkreten Ordnungen des Sozialen, der Wirtschaft und der Politik eine ganzheitliches System der Rechts- und Sozialphilosophie, das singulär unter den heutigen Entwürfen ist. Das klassische, metaphysisch-ontologische Naturrecht erlebt bei ihm eine Renaissance, die Aktualität für sich beanspruchen darf. Die Kraft seines Denkens nötigte auch seine Gegner zur hohen Anerkennung. Es ging ihm in allen Sachfragen um existenzielle Einsichten, die im oberflächlichen Nutzenkalkül des Alltags zu oft vergessen werden.
Werke: De connexione virtutum moralium inter se secundum doctrinam St. Thomae Aquinatis, Vechta 1937; De connexionis virtutum moralium ratione, in: Angelicum 14 (1937), 560-574; Rez. zu: M. Wittmann, Die Ethik des hl. Thomas von Aquin, München 1933, in: DT 17 (1939), 367-370; Die Einheit und Geschlossenheit des sittlichen Lebens nach Thomas von Aquin, in: ZAM 15 (1940), 56-72; Thomas von Aquin: Summa Theologica I-II 49-70: Grundlagen der menschlichen Handlung. Übersetzung (gemeinsam mit H.M. Christmann), Anmerkungen und Kommentar, Salzburg-Leipzig 1940 (Die Deutsche Thomas-Ausgabe, 11); Mensch und Christ, in: ZAM 16 (1941), 51-62; Wesen und Sinn des christlichen Ethos. Analyse und Synthese der christlichen Lebensform, Heidelberg 1942; Ausweg aus der Rechtsunsicherheit, in: DT 25 (1947), 167-176; Aushöhlung oder Dynamik des Eigentumsbegriffes?, in: ebd., 243-254; Das Recht auf Privateigentum als ethische Forderung an die Wirtschaft. Antrittsvorlesung an der Universität Freiburg i. Ü., in: SKZ 115 (1947), 565-568. 580-582; Pflicht aus Gerechtigkeit und Pflicht aus Liebe, in: SKZ 116 (1948), 61-63; Der philosophische und der juristische Eigentumsbegriff, in: DT 26 (1948), 99-107; Wiederentdeckung des christlichen Eigentumsbegriffes, in: Hochland 40 (1948), 415-425; Föderalismus und Naturrecht, in: Föderalistische Hefte 1 (1948), 288-291; The Right to Private Property: an Ethical Demand on Economics, in: Politeia 1 (1948/49), 46-56; Federalisme et droit naturel, in: ebd., 82-86; Das Ordnungsgesetz in Wirtschaft und Staat, in: NO 3 (1949), 385-400; Freiheit und Bindung des Eigentums, Heidelberg 1949; Das Recht auf Arbeit, in: Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie 38 (1949/50), 350-363; Le problème de l'ordre professionnel, in: Politeia 2 (1950), 117-123; Katholische Sozialpolitik am Scheideweg. Zur Ansprache Papst Pius' XII. am 3. Juni 1950, in: SKZ 118 (1950), 297-299; Metaphysik der Wirtschaft, in: Schweizer Rundschau 50 (1950), 449-456; Das völkerrechtliche Postulat des Papstes, in: DT 28 (1950), 425-437; Die religiöse Tragweite der ethischen Entscheidung, in: NO 4 (1950), 308-317; Thomas von Aquin: Summa Theologica II-II 1-16: Glaube als Tugend. Anmerkungen und Kommentar, Heidelberg-Graz 1950 (Die Deutsche Thomas-Ausgabe, 15); Zum Problem der berufsständischen Ordnung, in: NO 5 (1951), 55-60; Die Krise im modernen Naturrechtsdenken, in: ebd., 201-219; Naturrecht im Widerstreit zum positiven Gesetz, in: ebd., 313-329 (wiederabgedruckt in: Naturrecht oder Rechtspositivismus? Hrsg. von W. Maihofer, Darmstadt 1962, 219-238); La morale catholique et l'ordre économique, in: La Liberté (Fribourg), Samedi 12.5.1951, 2; Der Beitrag der katholischen Soziallehre zur Gestaltung der Gesellschaft, in: Civitas [Luzern] 6 (1951), 466-474; La portée de l'allocution pontificale du 3 juin 1950, in: Politeia 3 (1951), 10-22; Rez. zu: L. von Wiese, Ethik in der Schauweise der Wissenschaften vom Menschen und von der Gesellschaft, Bern 1947, in: DT 29 (1951), 236-239; Rez. zu: J. Messner, Das Naturrecht, Innsbruck 1951, in: ebd., 504-508; Wirtschaftsordnung und Moral, in: SKZ 119 (1951), 225-227; Die Caritas, ein Grundpfeiler des gesellschaftlichen Lebens, in: Caritas [Luzern] 30 (1952), 123-126 (franz. ebd. 126-128); Kirche und Sozialreform, in: Schweizerische Soziale Woche in Zürich, St. Gallen 1952, 15-19; Weltanschauung und Religion des kommenden Menschen, in: NO 6 (1952), 97-104; Der Mensch, sein Glaube und die Sozialreligionen, in: Kommt der vierte Mensch? Vortragsreihe des Radio Studio Bern. Mit Beiträgen von W. Röpke, U., Fr.W. Bürgi, J. Gebser, V. Gittermann, J. Hersch, Zürich 1952, 19-31; Der Unterschied zwischen Staat und Gesellschaft, in: Politeia 4 (1952), 142-153; Le salaire et les droits de l'homme, in: La Liberté, Vendredi 26.12.1952, 11; mehrere Artikel in: Lexikon des katholischen Lebens. Hrsg. von Erzbischof Dr. W. Rauch (Schriftleitung: J. Hommes), Freiburg i. Br. 1952: Arbeit (53-56), Berufständische Gesellschaftsordnung (100-106), Eigentum (213-216), Gewerkschaften (405-407), Individualismus (533 f.), Soziale Liebe (729 f.), Menschenwürde - Menschenrechte (776-778), Mitbestimmung im Betrieb (797 f.), Soziale Gerechtigkeit (1119-1121), Subsidiarität (1158-1160); Bulletin über die neueste Naturrechtsliteratur, in: BThom 8 (1947-1953), 650-664; La société politique, in: Politeia 5 (1953), 177-181; Der Aufbau der Gemeinschaftsordnung, in: ebd., 278-295; Der naturrechtliche Standort der Frau im sozialen Leben, in: NO 7 (1953), 342-350; Ist die Berufsständische Ordnung eine Utopie? (Umfrage), in: Rheinischer Merkur, Nr. 32-41 vom 7.8.-9.10.1953, mit einem Nachwort von A. Böhm (befragt wurde u.a. U.); Das Subsidiaritätsprinzip, hrsg. von U., unter Mitwirkung von H.E. Hengstenberg, G. Küchenhoff und J.J.M. van der Ven, Heidelberg 1953; Thomas von Aquin: Summa Theologica II-II 57-79: Recht und Gerechtigkeit. Einleitung, Anmerkungen, Kommentar und Exkurse, Heidelberg-Graz 1953 (Die Deutsche Thomas-Ausgabe, 18); Aufbau und Entfaltung des gesellschaftlichen Lebens. Soziale Summe Pius' XII, hrsg. von U. und J.F. Groner, 3 Bde., Fribourg 1954-1961 (franz. Fribourg 1955); Der Personalismus. Würdigung und Kritik, in: NO 8 (1954), 270-281; La organización de la Empresa según los principios de la doctrina social cristiana (1), in: Acción Social Patronal: Informaciones sociales, Madrid 1954, 10-15; Der Kampf der Wissenschaften um das Soziale, in: NO 9 (1955), 193-201; Zwei Fragen: Was heißt sozial? und: Was ist sozial?, in: ebd., 266-273; Die Marktwirtschaft im katholischen Denken, in: ebd., 358-361; Die Generalversammlung der Görres-Gesellschaft 1955, in: ebd., 365-369; Die Definition des Sozialen und der Gesellschaft, in: FZPhTh 2 (1955), 401-422; Formen und Grenzen des Subsidiaritätsprinzips, Heidelberg 1956; Der Mythos des Subsidiaritätsprinzips, in: NO 10 (1956), 11-21; Staat und Jugendpflege, in: ebd., 205-212; Grundsätze der Handelsmoral, in: ebd., 268-277; Der Beitrag Pius' XII. zur katholischen Gesellschaftslehre, in: Christliche Gewerkschaftshefte. Zeitschrift des christlich-nationalen Gewerkschaftsbundes der Schweiz 3 (1956), 56-63; Subsidiarität - ein Prüfstein der Demokratie. Die subsidiäre Haltung des demokratischen Staates in der Jugendhilfe, in: Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft für Jugendpflege und Jugendfürsorge [Bonn] 19 (1956), 2-7; Die soziale Natur des Menschen, in: FZPhTh 3 (1956), 3-20; Das Wesen der Glückseligkeit des Menschen, in: ebd., 320-323; La personne, la société, l'état, in: Pax Romana. Mouvement international des étudiants catholiques et des intellectuels catholiques [Fribourg], Avril 1957, No. 2, 1; Schutz dem Tier und dem Psychopathen. Einige Bemerkungen zu einer Entwicklung des Rechtsdenkens, in: NO 11 (1957), 112-115; Das Naturrecht im Brennpunkt der Diskussion, in: ebd., 321-328; Theologie und Sozialwissenschaften, in: Fragen der Theologie heute. Hrsg. von J. Feiner, J. Trütsch und F. Böckle, Einsiedeln-Zürich-Köln 1957, 447-462; The Principle of Subsidiarity and Contemporary Natural Law, in: Natural Law Forum [Notre Dame Law School, Indiana] 3 (1958), 170-183; Auf der Suche nach wirksamen Gesellschaftsnormen in der modernen Demokratie, in: NO 12 (1958), 161-168; Sozialethik, mit internationaler Bibliographie. I.Teil: Die Prinzipien der Gesellschaftslehre, Heidelberg 1958 (21964, franz. Fribourg 1960, span. Barcelona 1964); Die Kultur- und Gesellschaftsethik Ortega y Gassets, in: NO 13 (1959), 172-178; Diskussion um die Neuorientierung der Rechtsphilosophie, in: ebd., 401-412; Die Beschränkung des Almosengebens, in: Thomas von Aquin: Summa Theologica II-II 23-33: Die Liebe (1. Teil). Kommentiert von H.M. Christmann, Heidelberg-Graz 1959 (Die Deutsche Thomas-Ausgabe, 17 A), 528-532; Der Mittelstand in der Wirtschaftsordnung heute. Die Akten des internationalen Mittelstandskongresses von Madrid (7.-11. Mai 1958), hrsg. von U., Heidelberg-Löwen 1959 (franz. Fribourg-Louvain 1961); Bibliographie der Sozialethik. Grundsatzfragen des öffentlichen Lebens. Recht, Gesellschaft, Wirtschaft, Staat. Unter Mitwirkung von W. Büchi, B. Gräfin von Galen, P.P. Müller-Schmid, W. Ockenfels u. R. Duque hrsg. von U., 11 Bde., Freiburg i. Br.-Barcelona-Basel u.a. 1960-1980; Die philosophischen Grundlagen der Wirtschafts- und Sozialpolitik, in: FZPhTh 7 (1960), 249-283; Die wertfreie Gesellschaft von heute, in: NO 14 (1960), 161-167; Die philosophischen Grundlagen der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Internationales Institut für Sozialwissenschaft und Politik, Fribourg 1961 (franz. Fribourg-Louvain 1961); Die Rechtsphilosophie als Soll-Wissenschaft vom Rechtlichen, in: Naturordnung in Gesellschaft, Staat, Wirtschaft. Festschrift J. Messner. Hrsg. von J. Höffner, A. Verdross, F. Vito, Innsbruck 1961, 373-385; Wesen und Begründung des Rechts, in: FZPhTh 8 (1961), 3-74; Die Gerechtigkeit, der Prüfstein naturrechtlichen Denkens. Zur neuesten Naturrechtskritik von Hans Kelsen, in: NO 15 (1961), 187-194; Die soziale Enzyklika des Papstes Johannes' XXIII., in: Akademische Monatsblätter [Beckum] 74 (1961), 4-11; Die soziale Enzyklika des Papstes Johannes' XXIII. Die Ordnung des gesellschaftlichen Lebens der Gegenwart im Sinn der christlichen Gebote, in: Luzerner Neueste Nachrichten, 65. Jg., Nr. 166 vom 20. Juli 1961, 13 f.; Der politische Realismus und die sozialethischen Normen, in: NO 16 (1962), 81-90; Schuld und Strafe, in: ebd., 241-252; Gesellschaftliche Lebensnormen als Rechtsnormen, in: Politische Ordnung und menschliche Existenz. Festgabe für E. Voegelin. Hrsg. von A. Dempf, H. Arendt, F. Engel-Janosi, München 1962, 541-557; Gerechtigkeit, Recht und Moral, in: FZPhTh 9 (1962), 30-42; Probleme des Naturrechts in der positiven Rechtsbildung, in: ebd., 129-206; Das Subsidiaritätsprinzip vor dem Verfassungsgericht, in: NO 17 (1963), 81-90; Die Bedeutung der Eigentumsstreuung in der modernen Gesellschaft, in: Der neue Morgen. Beilage des Schweizerischen Sozialen Seminars vom 6./7. Juli 1963; Die Friedensenzyklika Papst Johannes' XXIII. "Pacem in Terris". Mit einer Einführung in die Lehre der Päpste über die Grundlagen der Politik und einem Kommentar von U. sowie mit einem Nachruf auf Papst Johannes' XXIII. von J. Kardinal Frings, Freiburg i. Br.-Basel 1963 (21965, span. Barcelona 1965); Sozialethik, mit internationaler Bibliographie. II. Teil: Rechtsphilosophie, Heidelberg-Löwen 1963 (span. Barcelona 1965, franz. Fribourg 1967); Humanisation de l'entreprise et ordre économique. Actes d'un Congrès international. Publiés par U. en collaboration avec M. Boeglin et E.-B. 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Referate und Diskussion auf der Tagung katholischer Sozialwissenschaftler vom 17. bis 19. Februar 1968 in Mönchen-Gladbach. Hrsg. von A. Rauscher, Köln 1968, 243-250; Maximen moderner Mittelstandspolitik. Die Bedeutung des mittelständischen Unternehmers in der heutigen Wirtschaft, Stuttgart 1968; Grundsätze der Sozialpolitik. Solidarität und Subsidiarität in der Altersversicherung. Unter Mitwirkung von Dipl.-Volksw. G. Hieronimi, Stuttgart 1969; Capitalismo y anticapitalismo, in: Anales de moral social y económica 22 (1969), 29-48; Die katholische Sozialdoktrin in der Krise, in: Civitas 26 (1970), 16-27; Ethik. Unter Mitarbeit von B. Gräfin von Galen, Heidelberg-Löwen 1970 (franz. Fribourg 1972, span. Barcelona 1972); La doctrine sociale de l'Eglise, son élaboration à travers les siècles. Recueil de documents pontificaux du XVème aux XXème siècle. Textes originaux et traductions. Edités sous le patronage de la Fondation Internationale Humanum. Publiés et introduits par U., avec la collaboration de M. Boeglin, 4 vols., Basel-Paris 1970; Ethik und Politik. Aktuelle Grundfragen der Gesellschafts-, Wirtschafts- und Rechtsphilosophie. Gesammelte Aufsätze, hrsg. von H.B. Streithofen, Stuttgart 1970; Demokratie und Mitbestimmung, hrsg. von U. und H.B. Streithofen. Symposium Internationale. Referate und Diskussionen, Stuttgart 1970 (21972); Crítica del capitalismo y democratización de la economía, in: EstFil 20 (1971), 235-252; Kapitalismuskritik und Demokratisierung der Wirtschaft. Grundsätzliche Überlegungen zum Thema "Mitbestimmung und Vermögensbildung", in: Jahrbuch für Sozialwissenschaft 22 (1971), 273-285; Auf der Suche nach dem Wesen der Ehe, in: Kirche im Wandel der Zeit. Festgabe für J. Kardinal Höffner zur Vollendung seines 65. Lebensjahres. Hrsg. von F. Groner, Köln 1971, 541-559; Estudio sobre la esencia del matrimonio, in: EstFil 21 (1972), 587-612; Individuum und Gemeinwohl. Dauerhaftes und Wandelbares im Eigentumsbegriff, in: Die politische Meinung 17 (1972), 20-30; Propriété privée et ordres économique, social et politique, in: Oeconomia Humana. Economics and Society at the II Vatican Council. A publication of the International Humanum Foundation. International edition, Fribourg 1972, 274-305; Elementos permanentes y elementos variables en el concepto de propriedad, in: EstFil 22 (1973), 185-198; Der Wert der Ordnung in christlicher Sicht, in: Schweizer Rundschau 72 (1973), 389-392; Die ethische Bedeutung der Leistung, in: ebd., 389-392; El orden social desde el punto de vista cristiano, marxista y liberal, in: Crítica 608 (1973), 16-17; Die gesellschafts- und staatspolitische Funktion der Unterscheidung in wirtschaftliche, soziale und politische Rechte, in: Anuario de Filosofía del Derecho [Madrid] 17 (1973/74), 689-695; L'etica di S. Tommaso. Coincidenze e differenze tra l'etica aristotelica e l'etica tomistica, in: SacDot 19 (1974), 391-400; Das Produktiveigentum und die kleineren und mittleren Unternehmen, in: Kirche und Wirtschaftsgesellschaft. Eine Sendereihe in Radio Vaticana. Zusammengestellt und redigiert von K. Hoffmann, W. Weber, B. Zimmer, Köln 1974, 217-221; Magisterio social y concepto de libertad, in: Tierra Nueva [Bogotá ] 4 (1975), 41-56; Die Ethik des hl. Thomas. Übereinstimmungen und Differenzen zwischen der aristotelischen und der thomistischen Ethik, in: FZPhTh 22 (1975), 367-374; Zwischen Neoliberalismus und Neomarxismus. Die Philosophie des Dritten Weges, Köln 1975 (franz. Paris 1976, span. Barcelona 1976 und 1984, japan. Kobe 1978, portug. Sao Paulo 1981, chines. Taipei 1991); Die katholische Sozialdoktrin in ihrer geschichtlichen Entfaltung. Eine Sammlung päpstlicher Dokumente vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Im Auftrag der Internationalen Stiftung Humanum hrsg. von U. und B. 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Müller-Schmid, Kritischer Rationalismus und metaphysische Naturrechtsphilosophie vor dem Problem des Pluralismus; E. Nawroth, Politik und Ethik; A. Rauscher, Der Freiheit verpflichtet; L. Roos, Alpines Urgestein der Metaphysik; H. Schambeck, U. als Rechtsphilosoph; M. Shimamoto, Die Systematik der Wirtschaftsethik bei U.; H.B. Streithofen, Zur Person; B. Sutor, Ökologisch-soziale Marktwirtschaft unter ordnungsethischen Aspekten; P. Trappe, Praxisbezogene Wissenschaft - Schwerpunkte des U.schen Schrifttums der letzten Jahre; R. Weiler, Ordnungsdenken bei U.; S.-H. Yang, Die Sozialphilosophie von U. aus chinesischer Sicht); - W. Ockenfels, Zur Wirtschaftsethik von U., in: L. Bossle/W. Kell (Hrsg.), Die Erneuerung der sozialen Marktwirtschaft. Festschrift für H. Kürpick, Paderborn 1995, 99-115; - R.B. Goudjo, La liberté en democratie. L'éthique sociale et la realité politique en Afrique, Frankfurt a.M. 1997; - K. Kaaf, Die soziale Summe eines Ordnungsdenkers, Handelsblatt 72 (15.04.1998),61; - W. Ockenfels, Zum neunzigsten Geburtstag von Professor U., in: ARSP 84 (1998), 271-273; - P.P. Müller-Schmid, Politische Ethik - Prüfstein der Gesellschaftsethik. Zum 5. Band des Standardwerks von U., in: NO 55 (2001), 298-308; - E. Nass, Wirtschaftsethik braucht ein Ziel, in: Forum Wirtschaftsethik 10 (2002), 16-21.
Bernd Kettern
Literaturergänzung:
Wolfgang Ockenfels, Arthur F. Utz (1908-2001), in: ZLb 12.2007, S. 142-154.