Biographisch-Bibliographisches
Kirchenlexikon
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Kötting, Bernhard

Bernhard Kötting, geb. 29. März 1910 in Hengeler, einem Ortsteil von Stadtlohn, Westfalen; † 20. Mai 1996 in Münster, war ein katholischer Kirchenhistoriker, Patrologe, Christlicher Archäologe und Rektor der Universität Münster.
Nach dem Abitur 1929 am Gymnasium Paulinum in Münster studierte er in Münster und Freiburg Theologie. In Freiburg wurde er 1930 Mitglied im K.St.V. Flamberg im KV. Die Priesterweihe empfing er am 22. Dezember 1934 in Münster. Es folgte Dienst als Kaplan in Gelsenkirchen-Horst und Freckenhorst.
Ein Semester nach der Habilitation bot sich ihm die Gelegenheit zum Weiterstudium der Christlichen Archäologie in Rom, wo er im Campo Santo Teutonico wohnte und am Pontificio Istituto di Archeologia Cristiana hörte und von wo aus er Studienreisen im gesamten Mittelmeerraum unternahm. Auch später hat er sich bemüht, die Schauplätze und Spuren der Alten Kirchengeschichte aus eigener Anschauung kennenzulernen.
Am 1. Juni 1951 wurde Kötting zum Ordinarius für Alte Kirchengeschichte, Christliche Archäologie und Patristik in Münster berufen. Im akademischen Jahr 1954/1955 war er Dekan seiner Fakultät und seitdem bis zu seiner Emeritierung 1978 Mitglied des Senats der Münsteraner Universität. 1960/1961 und 1967/1968 war er Rektor der Universität. 1963 übernahm er die Leitung des selbständigen Instituts für Religiöse Volkskunde in Münster.

Lexikonbeiträge:

Band III (1992) Spalte 778 Julia von Korsika (- 439)
Band III (1992) Spalten 791-792 Julianus von Brioude (3./4.Jh.)