Biographisch-Bibliographisches
Kirchenlexikon
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Autorinnen und Autorenverzeichnis

Beyer, Jean

Jean Beyer, geb. 26. April 1914 in Gent; † 22. Februar 2002 in Drongen, war ein belgischer katholischer Priester, Jesuit und international bekannter Kirchenrechtler.
1932 trat Beyer in den Jesuitenorden ein. Er studierte Philosophie und Theologie in Gent, Eeghenoven und Leuven. Im Jahre 1938 erwarb Beyer das philosophische und im Jahre 1949 das theologische Lizentiat. 1944 wurde er zum Priester geweiht. Er studierte von 1944 bis 1947 kanonisches Recht an der Päpstlichen Universität Gregoriana (PUG) in Rom, wo er ein weiteres Lizentiat erwarb und die Arbeiten an seiner Doktorarbeit begann. Bis 1959 lehrte Beyer Moraltheologie in Leuven und anschließend Kirchenrecht in Heverlee. 1961 konnte Beyer seine Promotion zum Doktor iur. can. abschließen. Im unmittelbaren Anschluss begann er seine Lehrtätigkeit an der PUG, wo er zunächst als außerordentlicher Professor und bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1984 als ordentlicher Professor für kanonisches Recht tätig war. Neben seiner Arbeit als Professor wirkte Beyer als Berater verschiedener Dikasterien der Römischen Kurie. So beriet er unter anderem ab 1969 die Päpstliche Kommission für die Reform des CIC und nach deren Auflösung von 1984 bis 1996 den Päpstlichen Rat für die Interpretation von Gesetzestexten. Durch seine Publikationen auf dem Gebiete des Kirchen- und Ordensrechts hat Beyer die Interpretation der einschlägigen Gesetzesmaterie wesentlich geprägt.


Buchbeitrag

Die Formen des geweihten Lebens im Codex des kanonischen Rechts:
Ein Kommentar zu Canon 603

Seite 69-79, in: Maria Anna Leenen (Hrsg.)
Eine alte Lebensform in neuem Gewand
Der Canon 603 Codex Juris Canonici
Solus cum Solo. Schriftenreihe zum eremitischen Leben heute / Band 1
Nordhausen 2012