Biographisch-Bibliographisches
Kirchenlexikon
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Jung, Franz

Franz Jung, geb. 3. Dezember 1936 in Neundorf (Kreis Habelschwerdt, Provinz Niederschlesien), ist ein römisch-katholischer Geistlicher, Prälat, Apostolischer Protonotar sowie von 1983 bis 2012 Visitator für Priester und Gläubige der ehemaligen Grafschaft Glatz, die bis 1972 zum Erzbistum Prag gehörte. Seit 1983 bekleidet er als Letzter das Amt des Großdechanten.
Franz Jung besuchte zunächst eine Schule in Xanten, wo der Breslauer Priester Paulus Tillmann eines seiner Internate für heimatvertriebene Schüler ins Leben gerufen hatte. Nach dem Abitur in Lüdinghausen studierte Jung Katholische Theologie an der Universität Münster. Am 29. Juni 1964 wurde er im Dom zu Münster durch Bischof Joseph Höffner zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er als Kaplan in mehreren Gemeinden am Niederrhein, erst in Wesel (1964–1968), dann in Moers (1968–1972) und schließlich in Goch. 1976 wurde er als Pfarrer nach St. Elisabeth in Duisburg-Walsum-Vierlinden berufen. Von 1982 bis 1989 war er Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Bistum Münster; gleichzeitig wurde er Leiter des Referates Arbeiterseelsorge im Generalvikariat und Rektor der Kapelle des Gottfried-Könzgen-Heims in Haltern am See.

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Lexikonbeiträge:

Band XXII (2003) Spalten 194-201 Christoph, Leo (1901-1985)