Biographisch-Bibliographisches
Kirchenlexikon
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Autorinnen und Autorenverzeichnis

Hübsch, Hadayatullah

Hadayatullah Hübsch, geb. 8. Januar 1946 in Chemnitz als Paul Gerhard Hübsch, † 4. Januar 2011 in Frankfurt am Main, war ein deutscher Schriftsteller, Publizist, Aktivist der 68er-Bewegung und langjähriger Pressesprecher der Ahmadiyya Muslim Jamaat in der Bundesrepublik Deutschland e. V. Er war in der Nuur-Moschee in Frankfurt Chatīb (Leiter der Freitagspredigt).
Paul-Gerhard Hübsch war Sohn eines AEG-Managers und wuchs nach der Flucht der Familie aus der sowjetischen Besatzungszone in Laubach (Oberhessen) auf, wo er die Paul-Gerhardt-Schule besuchte, aus der später das Laubach-Kolleg hervorging. 1966 machte er sein Abitur am Gymnasium Oberursel
1969 trat er – nach einer spirituellen Erfahrung während einer Reise nach Marokko – in die islamische Reformgemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat ein und hieß fortan Hadayatullah (ھدایۃ ﷲ ‚der von Allah geleitete‘). Als Chatīb wirkte er an der Nuur-Moschee in Frankfurt-Sachsenhausen, in der er die Freitagspredigt auf Deutsch hielt. Hübsch galt als einer der bekanntesten deutschen Konvertiten.
Er hat über 100 Printpublikationen zum Thema Islam, Toleranz und Menschenrechte sowie zahlreiche Hörspiele sowie ungezählte Beiträge zu Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht.


Buchbeitrag

Der Islam, Seite 267-282
in: Hamid Reza Yousefi / Hans Waldenfels und Wolfgang Gantke (Hrsg.)
Wege zur Religion, Aspekte – Grundprobleme – Ergänzende Perspektiven
Nordhausen 2010